Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Antiknast Aktionswoche in North Wales 22.-27.04.


eingegangen am 27. März

Gefängnisse zerstören Leben. Bis 2020 beabsichtigt die britische Regierung neun neue Mega-Gefängnisse zu bauen, während immer mehr Frauen und trans* Leute innerhalb unseres Gefängnissystem eingesperrt und brutal behandelt werden. Die enorme Last die geliebten Menschen in den Gefängnissen zu unterstützen, wird von uns getragen, die emotional, finanziell und praktisch arbeiten, Menschen im Gefängnis zu unterstützen, während sie sich um die Zurückgelassenen kümmern. Der Gefängnisindustriekomplex wurde auf weiße Vorherrschaft gebaut. Es ist eine rassistische Institution, in der „People of Color“ erheblich überrepräsentiert sind, mit wachsenden rassistischen Grenzkontrollen, Razzien und mehr. Das Gefängnissystem ist Teil des fortgesetzten staatlichen Angriffs und einer langen Geschichte des Patriachats und Gender-Konformität, mit denen wir jeden Tag kämpfen.

Diese Woche ist ein Versuch unser Leben zurück zu erlangen.

Bitte nehmt Kontakt auf, um dieses zu ermöglichen.

Diese Aktionswoche ist für Leute, die sich als Frauen, nicht-binär, transgender, transexuell, Gender-Queer und geschlechtsabweichend identifizieren. Es ist ein intentionaler Raum, Information über die Kampagne zu teilen, um Konzepte zu entwicklen und Direkte-Aktions-Kenntnisse zu vertiefen, in unterstützender und selbstbefähigender Umgebung für gewöhnlich Ausgeschlossene oder durch Cis-Männer Dominierte.

Weitere Informationen (auf englisch) findet ihr hier

Refugee Proteste an der griechisch-mazedonischen Grenze


geklaut von linksunten

Die Bedingungen an der griechisch mazdonischen Grenze, wo ca. 20.000 Fluechtende gestrandet sind, bleiben katastrophal. Nun haben sich in den verschiedenen Camps Proteste gebildet. Wir sind vor Ort und haben versucht, die Vorkommnisse, soweit wir informiert sind, zusammenzufassen.

The conditions at the greek macedonian border, where there are about 20.000 refugees stuck in camps, stay critical. Now protests have formed in the different camps. We are on the ground and have tried to summarize the situation, as far as we‘re informed. English version below.

Um Idomeni herum sind zurzeit ca. 20.000 Fluechtende gestrandet. Am Montag begannen im Hauptcamp, in dem momentan ca 10.000 Menschen zelten, Proteste. Eine Gruppe Jezidis startete eien Demonstration von der Kirche in Idomeni, die zu den Gleisen am zurzeit geschlossenen Grenzuebergang fuehrte. Als die Demo dort endete, kamen andere Menschen hinzu und begannen die Gleise zu blockieren, und somit auch die Versorgungsroute der im Camp stationierten NGOs und unabhaengigen HerferInnen. Sie sind zurzeit im Hungersteik um die EU dazu zu bringen die Grenze zu oeffnen. Gleichzeitig stoppten sie die Essensversorgung innerhalb des Camps, unter anderem indem sie HelferInnen physisch bedrohten. Auch die Aerzte ohne Grenzen verliessen das Camp und es konnte zwei Tage lang fast kein Essen dort ausgegeben werden. Ein Mann uebergoss sich im Rahmen der Proteste am Montag abend mit Benzin, woraufhin andere Refugees ihn allerdings davon abhalten konnten sich anzuzuenden. Am darauffolgenden Morgen gingen zwei andere Maenner weiter und wurden mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert. Heute am dritten Tag der Proteste sind Menschen immer noch im Hungerstreik und die Gleise sind noch immer besetzt. Es hat wieder angefangen zu regnen. Die Essensversorgung fuer den Rest des Camps laeuft langsam wieder an.

An einem anderen Punkt in der Naehe von Polykastro begannen geschaetzt 250 Fluechtende aus anderen Camps in der Gegend, unter anderm Military Camps, die Eingangsstrasse ins Dorf zu blockieren. Inzwischen haben sich die Blockaden auch auf die Autobahn ausgeweitet. Diese ist die zentrale Verbindung zwischen Griechenland und Mazedonien in dieser Gegend.

Wir haben mit einer der Frauen geredet, die eine zentrale Rolle in den Protesten der SyrerInnen und Iraki einnimmt. Sie erklaert uns, dass ihnen gesagt wurde, dass sie bald von den improvisierten Camps umquartiert werden. Sie bekamen die Information, dass sie mit Skype- Interviews in Griechenland Asyl beantragen koennen. Dies funktionierte allerdings nicht. Jetzt wurde ihnen gesagt, dass die Umquatierung vorerst nicht stattfinden wird. Die Menschen wollen jedoch wegen der katastrophalen Lebensbedingungen nicht in den Zelten bleiben, da es dort unter anderem gefaehrliche Insekten, Schlangen und lebensbedrohliche Krankheiten, wie Hepatithis A und C und Atemwegserkrankungen gibt. Ausserdem ertrinken die Zelte im Wasser.

Deswegen protestieren sie und blockieren die Strasse und wollen dort ihren Hungerstreik weiterfuehren. Der Streik und die Proteste sollen so lange weitergehen, bis die EU entweder die Grenzen oeffnet oder die Menschen in den Camps umquatiert werden und anderen Laendern in der EU zugeteilt werden.

Die Blockade begann gegen 11 Uhr heute morgen und ist seitdem weiter gewachsen. Medzinische Versorgungsfahrzeuge werden durchgelassen. Die Polizei verhaelt sich bisher sehr ruhig. Sie ist mit wenigen Autos vor Ort, aber greift bis jetzt auf keinerlei Art und Weise ein.

Die Neuigkeiten werden in den anderen Camps verbreitet und es wird erwartet, dass sich mehr Leute dem Protest an der Autobahn anschliessen.
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Die selbstverwaltete Fabrik vio.me in Thessaloniki

geklaut von (A)-Radio Berlin

Als Anarchistisches Radio Berlin hatten wir die Gelegenheit, mit ArbeiterInnen der selbstverwalteten Fabrik vio.me im griechischen Thessaloniki zu sprechen.

In dem Interview erzählen sie uns von den Ursprüngen dieser Fabrikübernahme, was das mit Erfahrungen in Argentinien zu tun hatte und wie sie finanzielle Schwierigkeiten überwunden haben. Hört euch das Audio an, um zu erfahren, wie ihr Solidarität zeigen könnt, denn vio.me ist von eine Räumung bedroht, da ein Teil des Werksgeländes zwangsversteigert werden soll.

Dieses Audio ist Teil einer längeren Reihe von Audios zum Anarchismus und den sozialen Bewegungen im Mittelmeerraum.

Dies ist Teil 4 (die selbstverwaltete Fabrik vio.me in Thessaloniki)

Länge: 9:13 min

Den zugehörigen Audiobeitrag könnt ihr ab sofort hier herunterladen: archive.org

Hier könnt ihr ihn direkt anhören.

Lass u ns nicht wie Sklavinnen leben!

Aus den griechischen Katakomben Europas steigt ein Raunen auf und schwillt an, bis es den ganzen verwüsteten Kontinent erfasst: “Lass uns nicht wie SklavInnen leben” (Griechisch: “Na min zisoume san douli”).

Auf Häuserwänden der Städte und Felsen im Land, auf leeren oder zerstörten Plakatwänden, in alternativen Zeitungen und über Rebellensender, auf besetzten Grundstücken und in Selbsthilfezentren, die immer zahlreicher werden, verbreitet der griechische Widerstand diesen Slogan, Tag für Tag. – er lädt uns ein, in den Chor der unterschiedlichen Melodien dieses Films einzustimmen.

Eine frische Brise, Spannung und Utopien, die wahr werden – steigen aus dem Ägäischen Meer.

lach doch mal

ein lächeln kostet nichts
günstiger als strom
und spendet mehr licht
erhellt sogar das innen

ein lächeln kostet nichts

außer
meinen körper
meine wahrnehmung
und meine selbstachtung

die fähigkeit zu sagen,
wenn etwas nicht okay ist
die fähigkeit,
das überhaupt zu merken

geklaut von identitätskritik.de

Sexualisierte Gewalt. Weiß-Deutsche Vorbildlichkeiten

geklaut von identitätskritik.de

In Deutschland geistert die Vorstellung umher, die deutsche Kultur gegen eine frauenfeindliche Invasion verteidigen zu müssen. Währenddessen wird ein Strafbefehl von 24 000 Euro ausgesprochen gegen eine Frau, die ihre Vergewaltiger angezeigt hat. Deutsche Kultur at it’s best. Dass in Deutschland ein Nein nicht als Argument gegen Vergewaltigung gilt, wurde in den letzten Jahren immer wieder diskutiert. Erinnert sei an den Freispruch eines Vergewaltigers, weil sich eine Fünfzehnjährige „nicht genug gewehrt“ hätte. Ein Freispruch, der einer klaren Logik folgt: Frauen und Mädchen stehen weißen Männern zunächst frei zur Verfügung – es sei denn, es gibt klare, personalisierte Besitzansprüche von Mein Freund/Mein Mann – oder die Betroffene kämpft bis zum Tode. Vergewaltigt und tot, dann wird die Glaubhaftigkeit nicht in Frage gestellt. Denn dann scheint es anzukommen, dass die betreffene Frau oder Mädchen es auch wirklich nicht gewollt habe.
Aktuell zeigt sich noch eine andere Möglichkeit, sexualisierte Gewalt öffentlich zu machen: In einer zutiefst rassistische Gesellschaft. Immer dann, wenn die Täter nicht weiß-deutsch sind.

Der Besitz weißer Männer und die Bibel

Viele gute Texte wurden geschrieben, wenn auch unzählig mehr katastrophale. Das Jahr 2016 startet rassistisch. Und Nein, die aktuelle Debatte hilft nicht, sexualisierte Gewalt sichtbarer zu machen:
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Huba in Haft

Nachdem am 22.März vor dem Landgericht Cottbus der Berufungsfall der LAUtonomia Aktivistin Sara verhandelt wurde, ist kurz nach dem Ende der Verhandlung unser Compa Huba verhaftet worden.

Beim Verlassen des Gerichtssaales versperrten Zivilpolizei und Justizbeamt*innen die Tür, konfrontierten Huba mit einem Untersuchungshaftbefehl begründet durch angebliche Fluchtgefahr und führten ihn – bis dahin als Zuschauer beim Prozess von Sara – in Handschellen ab.

Noch am selben Tag wurde er dem*r Haftrichter*in in Cottbus vorgeführt. Er sitzt nun in der JVA Wriezen und wird ab kommenden Dienstag nach Aachen verlegt. Ihm wird vorgeworfen im Kontext der Rodungssaison im Hambacher Forst am 11.November 2016 im Landkreis Düren schwere Körperverletzung begangen zu haben.

Wir wissen nicht wie lange es braucht, bis Huba in der JVA Aachen ankommt. Gefangenen-Verlegungen brauchen in der Regel ziemlich lange, da die Inhaftierten solange warten müssen bis ein Gefangenentransporter von der JVA, in welcher sie sich grade befinden, zu einer anderen JVA fährt, die sich auf dem Weg zu der JVA befindet, in der sie ihre Haft verbüßen sollen. So verbringen die Inhaftierten mehrere Tage in den so genannten Einganszellen unterschiedlicher JVAs, wo die Haftbedingungen nochmal erschwerter sind als im Regelvollzug, da sie solange sie sich in den Eingangszellen befinden, keinen Zugang zu Büchern, Sport- und weiteren Freizeitangeboten der jeweiligen JVA’s bekommen.

In Aachen beziehungsweise in Düren wird er dann erneut dem*r Haftrichter*in vorgeführt werden.

Gerne könnt ihr schon Briefe an die Postanschrift des ABC senden. Wir werden die Briefe von da aus an Huba weiterleiten, sobald die Umstände dies ermöglichen.

Post an:
ABC Rhineland
z.Hd.: Huba
Kallsgasse 20
52355 Düren


No one is free until all are free!

geklaut von abc rhineland

Repression gegen sich solidarisch zeigende Menschen an Saras Prozesstag

Überwachung/Beschattung – Verdächtigungen/Vorwürfe – Personalienkontrollen/Festnahmen

Am Tag von Saras Berufungsprozess überschlugen sich die Ereignisse in Cottbus. Der folgende Artikel soll einen Überblick zu den Repressionsmaßnahmen am 22.März gegen Sara und das Projekt LAUtonomia sowie Unterstützer*innen geben.

Auf dem Weg …

Bereits auf dem Weg zum Landgericht wurden Unterstützer*innen, die das Berufungsverfahren in der Sache Ladendiebstahl im geringfügigen Wert verfolgen wollten, von Zivilbeamt*innen beschattet. Kurz vor dem Gericht stoppten die Polizist*innen in Zivil zwei der Unterstützer*innen. Sie warfen ihnen vor bei geschlossener Schranke eine Bahnübergang überquert zu haben und verlangten die Personalien der betroffenen Personen. Weiter verdächtigten sie eine der beiden Personen an dem Diebstahl, für den die LAUtonomia Aktivistin Sara bereits einen Monat in Haft saß, beteiligt gewesen zu sein. Da sich die andere Person nicht ausweisen konnte, wurde sie durchsucht und ihr dafür ihre Oberkleidung genommen und nur nach Angabe von Name, Adresse, etc. Stück für Stück zurück gegeben. Für diesen Vorgang hatten die vier Zivis zwei Streifenwagen zur Unterstützung angefordert.
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Spuren im Internet

In diesem Artikel geht es um die Spuren, die wir alle im Internet hinterlassen. Worum geht es eigentlich beim Tracking von Anwendern im Internet?

Mehr dazu gibts hier.

Wut.Brüche

Dies soll ein Text sein an alle, die Wut in sich tragen. Wut über die sexistischen- und gewalttätigen- und unterdrückenden Verhältnisse in denen wir leben und die sich immer wieder zusammenschließen und überall wirken. Wut über das Nichtverhalten. Wut über fehlende Solidarität untereinander. Wut darüber wie damit umgegangen wird und Wut darüber wie von uns erwartet wird damit umzugehen, nämlich gar nicht wütend oder gewalttätig sondern verständnisvoll und nicht explosiv.

Ich werde in diesem Text die Kategorie Frau aufmachen, hiermit meine ich eine soziale Kategorie. Mir ist wichtig, Frau zu benennen. In ihrer Sozialisation, des Hinnehmens, Ertragens und anderen Menschen das Leben zu erleichtern. Ich spreche von einer Sozialisation die ab dem ersten Tag des auf der Welt seins beginnt. Vor allem aus diesem Hintergrund schreibe ich, weil er mich so lange Ohnmächtig hat sein lassen und auch oft noch macht. Es ist meine Perspektive aus der Position in die ich hinein gegendert wurde.

Ich finde es wichtig, Frau als gesellschaftliche Kategorie zu sehen, weil Frau die gesellschaftliche Relevanz genommen wurde und sie vielmehr als Zusatz des Mannes betrachtet wird.

(natürlich werden andere Abweichungen vom weißen Mann, ebenso wie Frau sein als nicht normal betrachtet und unter-liegen strikten Unterdrückungsstrukturen, die nur bis zu einem bestimmten Punkt benannt werden dürfen, nämlich bis zu dem wo die Benennung anfängt an dieser Macht zu knabbern)

In dieser Betrachtung kann ich nicht von einer Gleichheit sprechen, da diese nicht existiert. Deshalb ist eine Organisierung, eine Solidarität unter Frauen notwendig um aus der Herrschaft auszubrechen. Solange wir nicht befreite Frauen sind, fällt es schwer Seite an Seite mit Männern zu kämpfen.

Ich plädiere für die Abschaffung des Mannes! 1
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USA: Call for actions in solidarity with prison rebels in Alabama

“Things here are tense but festive. The C.O. and warden was stabbed…It has nothing to do with overcrowding, but with the practice of locking folks up for profit, control and subjugation. Fires were set, we got control of two cubicles, bust windows. The riot team came, shot gas, locked down, searched the dorms. Five have been shipped and two put in lockup.”

– An inmate at Holman Correctional

This week, prison rebels at Holman Correctional Facility in Atmore, Alabama staged two riots in three days—battling guards, building barricades, stabbing the warden, taking over sections of the prison and setting a guard station on fire. These actions come as no surprise to those who have been paying attention to the crumbling prison system in Alabama and the increasing level of radicalization of the prison population there.
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Terrorgesetze die „eigentlich hätten geprüft werden müssen“ bis 2021 verlängert

Am 5. November verlängerte der fast leere Bundestag das Artikel 10-Gesetz, das Bundesverfassungsschutzgesetz, das BND-Gesetz, das Bundeskriminalamtgesetz, das MAD-Gesetz, das Sicherheitsüberprüfungsgesetz und das Straßenverkehrsgesetz in seiner jetzigen Form bis zum Jahre 2021. Alle Gesetze wären sonst in ihrer jetzigen Form am 10. Januar 2016 ausgelaufen. mehr

Großeinsatz von Polizei, Sicherheitsdienst und RWE im Hambacher Forst

Pressemitteilung

Kerpen/Buir. Am Montagmorgen, 14.03.2016 um 7.00 Uhr, wurde das Protestcamp bei Morschenich und die Waldbesetzungen im Hambacher Forst zeitweilig von Polizeikräften und Sicherheitsdienst umstellt.
Bei diesem Einsatz sind mehrere Hundertschaften, Reiter- und Hundestaffeln sowie Räumfahrzeuge von der Polizei aus NRW im Einsatz. Des Weiteren waren Mitarbeiter_innen und Maschinen des Energiekonzerns RWE beteiligt. hier gehts zum hambacher forst oder (mehr…)

Verbot von pgp-Verschlüsselung?!

Hier einige Artikel:

taz.
Das Blut der Opfer von Paris war noch nicht kalt, da machte der Ruf nach einer Verschärfung der Sicherheitsgesetze besonders mit Blick auf elektronische Kommunikation schon die Runde. Neben der unvermeidlichen Vorratsdatenspeicherung macht inzwischen auch die Forderung nach einem Verbot oder zumindest der Beschränkung von Verschlüsselungen die Runde. Barack Obama, David Cameron, Thomas de Maizière: Sie alle wollen mitlesen können, was Terrorverdächtige sich zu sagen haben.
Dass sie damit die sichere Kommunikation aller Menschen aufs Spiel setzen, scheint sie nicht zu stören. weiterlesen

zeit.
Cameron will Verschlüsselung verbieten
Die Anschläge in Paris haben Großbritanniens Premierminister Cameron aufgeschreckt. Er fordert nun, Behörden müssten Zugriff auf verschlüsselte Nachrichten erhalten.
Nach dem Attentat auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo hat der britische Premierminister David Cameron neue Gesetzesmaßnahmen zum Schutz vor Terroristen in Aussicht gestellt. Diesen dürfe „kein Raum zur sicheren Kommunikation“ geboten werden, sagte Cameron am Montag in einer Rede in Nottingham.
Konkret bezieht sich Cameron auf die verschlüsselten Nachrichten in E-Mails oder Messengern. weiterlesen

taz. (ein beitrag über den geplanten sicherheitslücken-kauf der Bundesregierung)
Der Bundesnachrichtendienst (BND) will einem Medienbericht zufolge Informationen über Sicherheitslücken in Software kaufen. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete, dass der BND in den nächsten Jahre 4,5 Millionen Euro eingeplant habe, um bisher unbekannte Sicherheitslücken in Software zu kaufen. Das gehe aus geheimen Unterlagen hervor. Die Lücken wolle der BND nutzen, um die verbreitete Verschlüsselung SSL auszuhebeln.
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The adventures of… „The only woman in departement“

found here

Buchvorstellung: Caliban und die Hexe

Silvia Federici: Caliban und die Hexe. Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Wien: Mandelbaum, 2012. 315 S.

Caliban und die Hexe ist eine Geschichte des weiblichen wie auch des kolonialisierten Körpers während des Übergangs zum Kapitalismus. Ausgehend von den Bauernaufständen des späten Mittelalters und dem Aufstieg der mechanischen Philosophie untersucht Federici die kapitalistische Rationalisierung der gesellschaftlichen Reproduktion.

Buchvorstellung – Dabei geblieben!

Seit Jahrzehnten ist die Linke in Deutschland vornehmlich eine Jugendbewegung. Spätestens Anfang 30 steigen die meisten aus. Was aber ist mit denen, die »dabei geblieben« sind? In knapp 30 Interviews geht Rehzi Malzahn der Frage auf den Grund, was diejenigen Aktivist_innen bewegt, die auch mit Mitte 40, 50, 60 noch auf die Straße gehen, Aktionen planen oder auf vielen anderen Wegen ihre radikale Kritik an den Verhältnissen ausdrücken.

Die Interviewten gehören verschiedenen linken Bewegungen an. Sie blicken auf ihr Leben und erzählen, wie alles angefangen hat, woran sie verzweifelt sind, was sie ermutigt oder wie sie mit Frust umgehen. Sind Job und Familie wirklich Gründe, um den Einsatz für eine radikal andere, bessere Welt aufzugeben – oder sind das nur vorgeschobene Gründe an einem Punkt, wo man von vielen Fragen nicht mehr berührt wird? Ein Destillat ihrer Erkenntnisse aus den Gesprächen gibt die Autorin den Leser_innen in der Einleitung mit auf den Weg.
Ein Buch für alle Generationen und Lebenswege: Wer auch noch ›dabei ist‹, liest, wie es den Anderen damit geht. Wer ausgestiegen ist, erfährt etwas über das Leben, für das er_sie sich nicht entschieden hat. Wer ›dabei bleiben‹ will, findet Anregungen dazu. Wer Pause macht, kann über die Bedingungen des Aktivseins reflektieren, und wer nie ›dabei war‹, bekommt einen Einblick in das Leben derjenigen, für die der Kampf um eine bessere Welt eng mit dem eigenen Dasein verknüpft ist.

Gibts beim Unrast Verlag für 16 €…

Warum wir keine Forderungen stellen!

Von Occupy bis Ferguson: Immer wenn eine neue Graswurzelbewegung entsteht, bemängeln Expert*innen, das Fehlen klarer Forderungen. Warum fassen Protestierende ihre Ziele nicht zu einem einheitlichen Programm zusammen? Warum gibt’s da keine Vertreter*innen, die mit den Herrschenden verhandeln können, um konkrete Vorstellungen über institutionelle Wege voranzubringen? Warum können sich diese Bewegungen nicht in vertrauter Sprache und mit angemessenem Anstand ausdrücken?

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Räumungen im Hambacher Forst!

Kurz zusammengefasst – die wichtigsten Ereignisse der letzten 2 Tage geräumte Baumbesetzungen: Crusty Town, Pizza, Molly (alle unbesetzt, alle Bäume gefällt) Alle Hauptwege im Wald wurden freigeräumt und extrem verbreitert und befestigt – alle Barrikaden, alle Tripods zerstört. Polizei fährt Patroullie mit Wannen durch den Wald um den Jesus Point und umstellt die Wiese, teilweise mit Reiterstaffel. Tunnel bei Molly wurde mit Sand zugeschüttet.

Bitte kommt alle! Wir werden gerade massiv angegriffen! Aufgrund der massiven Verbreiterung der Wege und der Räumung aller Barris auf den Hauptwegen steht der Wald offen wie ein Scheunentor. Viele Menschen können ihn schützen- ALLE, denen der Hambacher Forst am Herzen liegt, sollten JETZT kommen, bevor es zu spät ist. Wir haben ihn schon 4 Jahre verteidigt, nun zählt es, das weiter zu tun.

Wir brauchen Decken, Wasser, Lebensmittel, Brennholz, und alles was euch sonst noch widerständiges einfällt. Am wichtigsten: Menschen mit frischer Energie! Mehr Infos hier!

Bilder von gestern Abend. Die Wege (hier am Jesuspoint) wurden massiv verbreitert.

Spanien: Kurzes Update zu den jüngsten repressiven Schlägen


Am 28. Oktober entschied die Spanische Justiz die Dauer der Untersuchungshaft für die GefährtInnen Mónica Caballero and Francisco Solar um zwei weitere Jahre auszuweiten.
Sind dem spanischen Gesetzbuch nach maximal zwei Jahre Haft ohne Prozess möglich, kann der Staat aufgrund „besonderer Gründe“ Verlängerung um 2 Jahre beantragen.

Am selben Tag fand im Morgengrauen in Barcelona und Manresa eine neue Operation gegen AnarchistInnen statt. Überfälle auf Häuser und Treffpunkte führten zu Verhaftungen von neun Personen. Am 30. Oktober wurden sie dem Obersten Gericht in Madrid zugeführt, das Untersuchungshaft für einen der Verhafteten verhängte, während der Rest entlassen wurde. (sechs wurden nur gegen Kaution erlassen, zwei ohne)

Mónica and Francisco viel Kraft!
Solidarität mit den Verhafteten des 28. Oktobers!