Archiv der Kategorie 'gender'

Antiknast Aktionswoche in North Wales 22.-27.04.


eingegangen am 27. März

Gefängnisse zerstören Leben. Bis 2020 beabsichtigt die britische Regierung neun neue Mega-Gefängnisse zu bauen, während immer mehr Frauen und trans* Leute innerhalb unseres Gefängnissystem eingesperrt und brutal behandelt werden. Die enorme Last die geliebten Menschen in den Gefängnissen zu unterstützen, wird von uns getragen, die emotional, finanziell und praktisch arbeiten, Menschen im Gefängnis zu unterstützen, während sie sich um die Zurückgelassenen kümmern. Der Gefängnisindustriekomplex wurde auf weiße Vorherrschaft gebaut. Es ist eine rassistische Institution, in der „People of Color“ erheblich überrepräsentiert sind, mit wachsenden rassistischen Grenzkontrollen, Razzien und mehr. Das Gefängnissystem ist Teil des fortgesetzten staatlichen Angriffs und einer langen Geschichte des Patriachats und Gender-Konformität, mit denen wir jeden Tag kämpfen.

Diese Woche ist ein Versuch unser Leben zurück zu erlangen.

Bitte nehmt Kontakt auf, um dieses zu ermöglichen.

Diese Aktionswoche ist für Leute, die sich als Frauen, nicht-binär, transgender, transexuell, Gender-Queer und geschlechtsabweichend identifizieren. Es ist ein intentionaler Raum, Information über die Kampagne zu teilen, um Konzepte zu entwicklen und Direkte-Aktions-Kenntnisse zu vertiefen, in unterstützender und selbstbefähigender Umgebung für gewöhnlich Ausgeschlossene oder durch Cis-Männer Dominierte.

Weitere Informationen (auf englisch) findet ihr hier

lach doch mal

ein lächeln kostet nichts
günstiger als strom
und spendet mehr licht
erhellt sogar das innen

ein lächeln kostet nichts

außer
meinen körper
meine wahrnehmung
und meine selbstachtung

die fähigkeit zu sagen,
wenn etwas nicht okay ist
die fähigkeit,
das überhaupt zu merken

geklaut von identitätskritik.de

Sexualisierte Gewalt. Weiß-Deutsche Vorbildlichkeiten

geklaut von identitätskritik.de

In Deutschland geistert die Vorstellung umher, die deutsche Kultur gegen eine frauenfeindliche Invasion verteidigen zu müssen. Währenddessen wird ein Strafbefehl von 24 000 Euro ausgesprochen gegen eine Frau, die ihre Vergewaltiger angezeigt hat. Deutsche Kultur at it’s best. Dass in Deutschland ein Nein nicht als Argument gegen Vergewaltigung gilt, wurde in den letzten Jahren immer wieder diskutiert. Erinnert sei an den Freispruch eines Vergewaltigers, weil sich eine Fünfzehnjährige „nicht genug gewehrt“ hätte. Ein Freispruch, der einer klaren Logik folgt: Frauen und Mädchen stehen weißen Männern zunächst frei zur Verfügung – es sei denn, es gibt klare, personalisierte Besitzansprüche von Mein Freund/Mein Mann – oder die Betroffene kämpft bis zum Tode. Vergewaltigt und tot, dann wird die Glaubhaftigkeit nicht in Frage gestellt. Denn dann scheint es anzukommen, dass die betreffene Frau oder Mädchen es auch wirklich nicht gewollt habe.
Aktuell zeigt sich noch eine andere Möglichkeit, sexualisierte Gewalt öffentlich zu machen: In einer zutiefst rassistische Gesellschaft. Immer dann, wenn die Täter nicht weiß-deutsch sind.

Der Besitz weißer Männer und die Bibel

Viele gute Texte wurden geschrieben, wenn auch unzählig mehr katastrophale. Das Jahr 2016 startet rassistisch. Und Nein, die aktuelle Debatte hilft nicht, sexualisierte Gewalt sichtbarer zu machen:
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Wut.Brüche

Dies soll ein Text sein an alle, die Wut in sich tragen. Wut über die sexistischen- und gewalttätigen- und unterdrückenden Verhältnisse in denen wir leben und die sich immer wieder zusammenschließen und überall wirken. Wut über das Nichtverhalten. Wut über fehlende Solidarität untereinander. Wut darüber wie damit umgegangen wird und Wut darüber wie von uns erwartet wird damit umzugehen, nämlich gar nicht wütend oder gewalttätig sondern verständnisvoll und nicht explosiv.

Ich werde in diesem Text die Kategorie Frau aufmachen, hiermit meine ich eine soziale Kategorie. Mir ist wichtig, Frau zu benennen. In ihrer Sozialisation, des Hinnehmens, Ertragens und anderen Menschen das Leben zu erleichtern. Ich spreche von einer Sozialisation die ab dem ersten Tag des auf der Welt seins beginnt. Vor allem aus diesem Hintergrund schreibe ich, weil er mich so lange Ohnmächtig hat sein lassen und auch oft noch macht. Es ist meine Perspektive aus der Position in die ich hinein gegendert wurde.

Ich finde es wichtig, Frau als gesellschaftliche Kategorie zu sehen, weil Frau die gesellschaftliche Relevanz genommen wurde und sie vielmehr als Zusatz des Mannes betrachtet wird.

(natürlich werden andere Abweichungen vom weißen Mann, ebenso wie Frau sein als nicht normal betrachtet und unter-liegen strikten Unterdrückungsstrukturen, die nur bis zu einem bestimmten Punkt benannt werden dürfen, nämlich bis zu dem wo die Benennung anfängt an dieser Macht zu knabbern)

In dieser Betrachtung kann ich nicht von einer Gleichheit sprechen, da diese nicht existiert. Deshalb ist eine Organisierung, eine Solidarität unter Frauen notwendig um aus der Herrschaft auszubrechen. Solange wir nicht befreite Frauen sind, fällt es schwer Seite an Seite mit Männern zu kämpfen.

Ich plädiere für die Abschaffung des Mannes! 1
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The adventures of… „The only woman in departement“

found here

The Hidden Cost Of Patriarchy

presentation by Jennai Bundock

[Hamburg] “Besorgten Eltern” Sorgen machen!

Für den 24.01.2015 rufen reaktionäre, erzkonservative Ohrfeigengesichter (Props an GROW ) der Initative “Besorgte Eltern” und des Vereins “Elternhaus” zu einer Demo gegen sexuelle Vielfalt in Hamburg auf.

Wer die “besorgten Eltern” sind kann hier nachgelesen werden und Frau Irina Haffner-Janzen vom Verein “Elternhaus” freut sich bestimmt auch über kritische Nachfragen. Wir hoffen das viele Leute am 24.01.2015 am Start sind und mit vielfältigen Aktionen den Aufmarsch des deutschen Mobs verhindern. Dabei gilt natürlich wie immer: Mit allen Mitteln, auf allen Ebenen. Sorgt dafür, dass die “besorgten Eltern” tatsächlich Grund zur Sorge haben.

Für jedes Mädchen…

gender

(gibt’s hiere als PDF)

male or female?

Drag Subversion – Eine Einführung

NJan Schuster | Drag Subversion 2007

Drag
Was ist Drag – dressed as a girl, dressed as a guy? Wer zieht sich da wie wer an? Ist Drag, wenn sich eine als Mädchen geborene Person als Junge ver/kleidet, und umgekehrt? Geschieht Drag jeden Tag, wenn sich jemand vor dem eigenen Kleider­schrank und in Umkleidekabinen von Kaufhäusern für bestimmte Kleidungsstücke entscheidet, und gegen andere? Können wir uns umentscheiden, wenn wir uns ein­mal entschieden haben? Zumindest haben wir jeden Tag die zwei Möglichkeiten: Junge oder Mädchen. Gibt es nur diese zwei Möglichkeiten? Gehen wir jeden Tag »in Drag« und merken das gar nicht mehr?

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Den Spieß umdrehen – Was sind queer politics und queer theory?

Dieser Artikel ist gekürzt und mit erklärenden Beiträgen versehen worden (siehe eckige Klammern)!

Den Spieß umdrehen
Was sind queer politics und queer theory?

Die Entstehungsbedingungen von queer als politischer Bewegung und theoretischem Denkansatz liegen in den USA der späten 80er Jahre.
Queer entstand als eine neue Form der Bündnispolitik von sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Außenseitern und Außenseiterinnen, die deshalb auch symbolhaft als »Regenbogenkoalition« bezeichnet wurde. Dabei sollte aber auch auf Marginalisierungen [die Abdrängung von Minderheiten an den Rand der Gesellschaft] innerhalb der eigenen Szenen hingewiesen werden. Die Bezeichnung »queer« wurde gewählt, weil dieses Schimpfwort im Englischen all diejenigen meint, die nicht in die Wertvorstellungen der moral majority [moralischen Mehrheit] passen. Die Selbstbezeichnung als »queer« hatte, ähnlich wie bei den Wörtern »Schwuler«, »Tunte«, »Lesbe«, »Krüppel«, »Kanake« oder »Irrer«, einen provokanten, kämpferischen Charakter. Es verstörte das Publikum, wenn sich die Diffamierten [die gezielte Verleumdung Dritter, mit dem Zweck die Betroffenen gesellschaftspolitisch auszuschalten] selbst so nannten, es nahm der Verletzung die Schärfe und kehrte den Spieß um in die Richtung, aus der er kam.
Seit 1997 findet alljährlich an wechselnden Orten in den Metropolen westlicher Länder die Queeruption statt. Diese Veranstaltung versteht sich als selbstbestimmter Freiraum, an dem Utopien von Herrschaftslosigkeit und geschlechtlicher wie sexueller Autonomie jenseits normativer Zwänge erarbeitet und erprobt werden können. Auch in Osteuropa haben sich vor dem Hintergrund stark homophob, antifeministisch und traditionalistisch geprägter Gesellschaften Widerstandsformen gebildet, die sich positiv auf queer beziehen. Im Nahen Osten gibt es mit Black Laundry ebenfalls eine sich als queer verstehende israelisch-palästinensische Gruppe von FriedensaktivistInnen.

Parallel zur Entwicklung von queer politics wurde auch im universitären Bereich der Gay and Lesbian Studies „queer“ als Sammelbegriff für einen neuen kritisch-theoretischen Zugang zu nicht-normgerechten Sexualitäten verwendet.

Poststrukturalistischer Hintergrund
Mindestens genauso wichtig wie queer politics war für das Entstehen von queer theory allerdings das poststrukturalistische Denken.
[Der Begriff Poststrukturalismus kennzeichnet Ansätze und Methoden, die sich auf unterschiedliche Weise kritisch mit dem Verhältnis von sprachlicher Praxis und sozialer Wirklichkeit auseinandersetzen. Maßgeblich ist dabei die Einsicht, dass die Sprache die Realität nicht bloß abbildet, sondern mittels ihrer Kategorien und Unterscheidungen auch herstellt.] (mehr…)

what about queer?

Den Spieß umdrehen Was sind queer politics und queer theory?

Seit einigen Jahren taucht in Diskussionen über Geschlechterordnung und Sexualität immer öfter der aus den USA kommende Schimpfwort »queer« (dt. pervers, abnormal) auf. Was ist damit gemeint, und was beabsichtigen queer politics und queer theory? Geht es allein um die Belange von Lesben, Schwulen und Transsexuellen, oder zielt der Begriff gerade auch auf die sexuelle Identität des heterosexuellen Mainstream?

Den vollständigen Artikel von Volker Woltersdorff alias Lore Logorrhöe gibts hier:
http://www.archiv3.org/volltext_163427.htm

Die Gulabi-Gang / Indien

Frauen-Gang lehrt Männer das Fürchten
05.10.2011 von Christine Möllhoff

http://www.gulabigang.in/

Sanft soll sie sein, schuften wie ein Esel und viele Söhne gebären. Und wenn ihr Mann die letzte Rupie versäuft, fremdgeht, sie vergewaltigt oder grün und blau schlägt, soll sie still sein und den Mund halten. In weiten Teilen Indiens wird von Frauen immer noch erwartet, dass sie sich klaglos in ihr Schicksal fügen.

Doch damit braucht man den Mädels von der Gulabi-Gang nicht zu kommen. Die Frauengruppe in ihren schreiend pinkfarbenen Saris, die sie so stolz wie Uniformen tragen, lehrt Schläger, Säufer, Hurenböcke und Vergewaltiger das Fürchten – und das notfalls auch mit dem Schlagstock. (mehr…)

Schweden führt geschlechtsneutrales Pronomen ein

In Schweden wurde ein geschlechtsneutrales Pronomen für „sie“ und „er“ eingeführt.
Statt „han“ oder „hon“ wird nun ein einziges Sammelpronomen verwendet, das nun „hen“ lautet.

Mit diesem Pronomen wurde nun das erste geschlechtsneutrale Kinderbuch veröffentlicht. Schweden gilt als das Land der Welt, das sich am meisten um die Gleichheit der Geschlechter kümmert.

Ich hoffe es folgt demnächst noch ein ausführlicherer Artikel, es gestaltet sich tatsächlich schwierig einen zu finden, der nicht von negativ-hetze geprägt ist…

¿Cómo puedo ser machista? ¡Si soy Anarquista!

http://alcachofa.pimienta.org/textos/Partes_de_Mi_que_me_Asustan.pdf

„How Can I Be sexist? I’m An anarchist!”

By Chris Crass / Part I:

„What do you mean I‘m sexist?“ I was shocked. I wasn‘t a jock, I didn’t hate women, I wasn‘t an evil person. „But how can I be a sexist, I‘m an anarchist?“ (mehr…)

Wieso soll ich sexistisch sein? Ich bin Anarchist!

dt. Übersetzung von: „How Can I Be sexist? I’m An anarchist!” by Chris Crass

Teil 1:

„Was meinst du damit? Ich soll ein Sexist sein?” Ich war geschockt. Ich bin kein Macker, ich habe keinen Hass auf Frauen, ich bin keine böse Person. „Aber wieso soll ich ein Sexist sein? Ich bin doch Anarchist!”. Ich war unsicher, nervös, versuchte mich zu rechtfertigen. Ich glaubte an Befreiung und an den Kampf gegen Kapitalismus und Staat. Da sind doch auf der einen Seite jene, die Ungerechtigkeiten verteidigen und von ihnen profitieren, und auf der anderen Seite stehen wir, oder? Ich war 19 und es war 1993, vier Jahre nachdem ich politisch aktiv wurde.
(mehr…)