Archiv der Kategorie 'Knastkritik & Co'

Antiknast Aktionswoche in North Wales 22.-27.04.


eingegangen am 27. März

Gefängnisse zerstören Leben. Bis 2020 beabsichtigt die britische Regierung neun neue Mega-Gefängnisse zu bauen, während immer mehr Frauen und trans* Leute innerhalb unseres Gefängnissystem eingesperrt und brutal behandelt werden. Die enorme Last die geliebten Menschen in den Gefängnissen zu unterstützen, wird von uns getragen, die emotional, finanziell und praktisch arbeiten, Menschen im Gefängnis zu unterstützen, während sie sich um die Zurückgelassenen kümmern. Der Gefängnisindustriekomplex wurde auf weiße Vorherrschaft gebaut. Es ist eine rassistische Institution, in der „People of Color“ erheblich überrepräsentiert sind, mit wachsenden rassistischen Grenzkontrollen, Razzien und mehr. Das Gefängnissystem ist Teil des fortgesetzten staatlichen Angriffs und einer langen Geschichte des Patriachats und Gender-Konformität, mit denen wir jeden Tag kämpfen.

Diese Woche ist ein Versuch unser Leben zurück zu erlangen.

Bitte nehmt Kontakt auf, um dieses zu ermöglichen.

Diese Aktionswoche ist für Leute, die sich als Frauen, nicht-binär, transgender, transexuell, Gender-Queer und geschlechtsabweichend identifizieren. Es ist ein intentionaler Raum, Information über die Kampagne zu teilen, um Konzepte zu entwicklen und Direkte-Aktions-Kenntnisse zu vertiefen, in unterstützender und selbstbefähigender Umgebung für gewöhnlich Ausgeschlossene oder durch Cis-Männer Dominierte.

Weitere Informationen (auf englisch) findet ihr hier

USA: Call for actions in solidarity with prison rebels in Alabama

“Things here are tense but festive. The C.O. and warden was stabbed…It has nothing to do with overcrowding, but with the practice of locking folks up for profit, control and subjugation. Fires were set, we got control of two cubicles, bust windows. The riot team came, shot gas, locked down, searched the dorms. Five have been shipped and two put in lockup.”

– An inmate at Holman Correctional

This week, prison rebels at Holman Correctional Facility in Atmore, Alabama staged two riots in three days—battling guards, building barricades, stabbing the warden, taking over sections of the prison and setting a guard station on fire. These actions come as no surprise to those who have been paying attention to the crumbling prison system in Alabama and the increasing level of radicalization of the prison population there.
more

wildfire #2

The new issue of “Wildfire” is out now. Download PDF here.

CONTENTS
– “All Prisoners are Political” by Sean Swain
– “Remember the Dead, Solidarity for the Living” by Brandon Baxter
– A letter from Manuel Salas
– Call for support from Anarchist Black Cross – Florida Prison Chapter
– A letter from Todd Shepard
– Introduction by Christopher L. Young
– “From an Alabama Prison” by Fahamivu Amon
– An update from Gender Anarky
– A letter from Julia Wheelwright
– “Silent Scream” by Francisca Orellana Polanko
– “Buckin in the BOP” by anonymous
– “Federal Sentencing Reforms” by anonymous
– A letter from Michael Kimble
– “Chaotic Confinement” by Charles Chatman
– A Letter from Blacc Lion
– A chronology of the last four months of revolt, repression, and attack.
– “For Spyros Dravilas: Awaiting the Hour of Vengeance”

solidarity week 23.-30.08

Zeig der Autorität deinen Arsch – Aufruf zur Solidarität mit den Anarchist*innen aus Belarus


Solidarity action in Minsk with the people detained at a punk concert. Poster reads: I am a SWAT officer, I don’t give a fuck about the law.

Die vierte Amtszeit von Alexander Lukaschenko wird 2015 enden. In 21 Jahren hat es Lukaschenko geschafft fast alle sozialen Kämpfe im Land zu unterdrücken, in den 90er Jahren mehrere politische Gegner zu töten und fast die komplette offizielle Opposition zu beseitigen. Lukaschenko erlaubte es der belarussische Gesellschaft nicht die sowjetischen Mentalität zu überwinden. Jeder Beschwerde oder Kritik an der Regierung wurde mit Repression durch die Polizei oder dem KGB begegnet. Alle Versuche sich zu organisieren, sehen sich Verfolgung und staatlicher Hysterie ausgesetzt. Die Politik der Regierung kann mit den Worten: “Alles was nicht kontrolliert werden kann muss zerstört werden!” beschrieben werden. Momentan bewegt sich der belarussische Staat langsam aber stetig auf die Unterbindung jeglicher abweichender Meinung oder unabhängigen Denkens hin.

Seit die Wahlen für diesen November geplant wurden, hat der Druck auf die sozialen Bewegungen zugenommen. Die Behörden haben Angst vor einem Szenario wie in der Ukraine und versuchen alles, um sogenannte “Extremisten” zu bekämpfen: also alle Menschen, die zu Veränderungen des aktuellen Regimes aufrufen.

In den letzten zwei Monaten wurden zehn Menschen, welche in Verbindung mit der anarchistischen Bewegung stehen, verhaftet. Acht von ihnen wurden zu 10 bis 25 Tage Haft verurteilt, auf Grund von erfundenen Fällen von Widerstand gegen Polizeibeamte und Gefährdung der öffentlichen Ordnung. Zwei von ihnen wurden bereits im Dezember 2014 verhaftet. Sie verbrachten fünf und zehn Tage im Gefängnis und wurden danach beide in ihrem Job gefeuert. Nur wenige Tage nachdem sie einen neuen Job gefunden hatten, wurden sie erneut festgenommen. Aktivist*innen sehen diese erneute Repression im Zusammenhang mit mehreren Solidaritätsaktionen gegen die Polizeibrutalität bei einem Neujahrspunkkonzert. Damals durchsuchte die Polizei ein Konzert, erstellte eine Liste aller Teilnehmenden und filmte diese ab. Zwei Menschen wurden bei diesem Konzert für die Verteilung von “extremistischem” Material verhaftet. Alle auf dem Konzert befindlichen Personen wurden im Nachhinein von der Polizei besucht und mit amtlichen Papieren aufgefordert ihre “extremistischen” Aktivitäten einzustellen. Ausserdem gibt es ab und zu Bedrohungen in sozialen Netzwerken, die von Menschen ausgehen, die offensichtlich mit der Polizei verbunden sind.

Im November 2014 begann die Gefängnisleitung ein weiteres Strafverfahren gegen Mikalai Dziadok, er wurde nach den Repressionen 2010 zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Diesmal werden ihm “schwere Verstöße gegen Gefängnisregeln” vorgeworfen. Um Druck auf Mikalai auszuüben und seinen Willen zu brechen, mußte er während der vier Jahre Gefängnis, sehr viel Zeit in Einzelhaft verbringen. Momentan ist Nikolai, der eigentlich im März diesen Jahres frei kommen sollte, wieder angeklagt, was ihm ein weiteres Jahr Gefängnis einbringen könnte. Verwandte und Freunde haben keine Zweifel an der Gerichtsentscheidung, da die gleiche Taktik schon gegen einen der konservativen Oppositionsaktivisten eingesetzt wurde. So ist die Regierung in der Lage Mikalai während der bevorstehenden Wahlen im Gefängnis behalten.
Außerdem ist der Anarchist Ihar Alinevich, der eine acht-jährige Haftstrafe für eine Solidaritätsaktion mit russischen Antifaschist*innen absitzt, erneut in Isolationshaft – zum fünften Mal in den letzten vier Monaten.

Während der Wahlkampagne im Jahr 2010 wurden dutzende von Anarchist*innen und später auch Aktivist*innen der Opposition festgenommen und verhaftet. Über 50 Menschen endeten auf Grund von politisch motivierten Verurteilungen im Gefängnis, darunter fünf Anarchist*innen. Drei von ihnen sind immer noch in Haft. Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Regierung bereit ist und versuchen wird jegliche systemabweichende Meinung mit allen Mitteln zum Schweigen zu bringen. Momentan erwarten die meisten von uns ein noch höheres Maß an Repression.
Deshalb appellieren wir an alle, die dies lesen: geht in der Zeit vom 25. Februar – 1. März auf die Straße und macht Solidaritätsaktionen für Anarchist*innen und Aktivist*innen sozialer Bewegungen in Belarus, unterstütz sie in ihrem Kampf für eine gerechte Welt und gegen die Diktatur.
Ihr könnt entscheiden in welcher Form ihr euch solidarisch zeigt, allerdings möchten wir euch darauf hinweisen, dass die beiden Soliaktionen in Minsk, bei denen Menschen ihr Ärsche entblößten, für ein lebhaftes Interesse in der Gesellschaft und viel Hektik bei der Polizei gesorgt haben. Deswegen glauben wir es ist an der Zeit den Autoritäten deinen Arsch zu zeigen und dein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Für eine freie Gesellschaft
Gegen Diktatur und Unterdrückung


Anarchist Black Cross Belarus

Fire to the Prisons Archive

“This is written for those discontent with the world around them, and the role they are forced to have in it. This is for the world’s exploited and dominated groups or classes. It is for the uncomfortable, the miserable, the disempowered, or the lost. It is also for the uncontrollable, empowered, fed up, and criminalized. It is a reminder for those living in conflict every day with the social order that reigns upon the earth, that they are not alone. We are a revolutionary publication that hopes to report on struggles that will otherwise be mentioned inappropriately or not at all. We report on struggles that stem from a frustration with different forms of domination, and intend to achieve freedom from them, without compromise.

We hope that by reporting on these struggles, more awareness and support for them will be produced. We also hope that by reporting on these struggles others who feel frustrated with the conditions they face will be inspired to do something about them as well. Further generalizing discontent before domination.”

Fire to the prisons!

Political Prisoner Birthday Poster – January

[USA] …about experiments on prisoners


by Michael Kimble

Not a Conspiracy Theory, but Definitely a Conspiracy
I’m not trying to sound like a conspiracy theorist but I can only take the information that I have and can only conclude that the state is experimenting on prisoners’ bodies and minds. Of course, we’ve long put forth the premise that the u.s. government was using low intensity warfare-counterinsurgency against prisoners through behavior modification techniques and programs such as placing prisoners in long-term solitary confinement, sensory deprivation with the objective of using its findings against the public to better control society. A former warden at Marion Federal Penitentiary, one of the first control units, stated that Marion was for “the control of revolutionary attitudes in prison as well as those in society.” I don’t think it can be made any clearer than that.

In the last few years a large number of prisoners, people I’ve known for 20 years or more, have been diagnosed with cancer and have passed away. I ask myself, why such an upsurge in cancer-related deaths? In every one of these cases, the prisoner died within 4 to 5 months of being diagnosed. One prisoner even speculated that he believes he was given cancer by the ADOC (the State) through the water we consume. He told me that the guards here at Holman was instructed not to drink the water here but to bring their own supply of drinking water to work with them. I investigated these allegations by simply asking a number of guards if it was true that they are told not the drink the water here, and every one of them have confirmed that it is true that they are instructed not to drink the water and to bring their own supply of water to work with them. Wow!

Now, the question begs, why would they be instructed not to drink the water here if nothing is wrong with it!? So, it wouldn’t be hard for one to come to the conclusion that something is seriously wrong here and that it’s quite possible that prisoners are being use as experimental subjects by the state. Especially in light of the fact that prisoners/civilians have long been used as experimental subjects by government agencies and private corporations, and in most cases, without their knowledge or consent. In fact, the cosmetics company Max Factor has been known to have experimented on prisoners by testing their products on prisoners before going to market with them. (mehr…)

[USA] Up the ante

by Michael Kimble

michael

If we’re serious about destroying oppression in its many forms, prisons are the starting point, especially since the many forms are more concentrated in prison than anywhere else in society, and prisoners are the most defenseless targets of these oppressions, one could argue. Many people try to separate prison struggles from the overall struggle for freedom and call it “The Prison Movement.” I’ve been guilty of this myself at times, but we can’t divorce it from the overall struggle. As anarchists we attack all forms of oppression simultaneously. We try to understand the nexus of the many forms of oppression so we can overcome them, as well as a way to practice freedom NOW, rather than relegating it to some distant future.

Prison has swallowed up millions of people. Those who have been lucky to survive them have problems with housing, jobs, and education, among many other problems stemming from being held captive by the state. Once one has been digested by the state into their prisons, they are forever more targeted for discrimination and further oppression by society. Prisons must be abolished and the only way to end prisons is to destroy the state. Reform is the only outcome of “Prison Movements.” We have to up the ante. We have to make this muthafucka ungovernable.

“They call us criminals and indeed we are criminals when we act outside of laws made by the state. We are free only when we act outside of laws made by the state.”

Anarchy live! Writings by Michael Kimble

Michael Kimble is a 49 yr old, black, gay anarchist serving a life sentence 4 the murder of a white, homophobic, racist bigot.

[Buenos Aires] Solidarity action at the Spanish embassy

On Monday, December 29th, 2014, at around 6pm, more than 30 people went to demonstrate in front of the Spanish embassy in Buenos Aires against the incarceration of the 7 anarchists detained in the course of Operation Pandora in Spain.

geklaut von contrainfo

[Spain] Words written a few months ago by some of the Pandora prisoners

SOLIDARITY AND STRUGGLE
For those who struggle, solidarity is not an empty concept, distant from our offensive capacity and the conflicts that develop in the struggle itself.

For those who struggle, solidarity is not an “issue” that emerges only at particular repressive “moments”, because repression is not a “moment”, it’s an otherwise inevitable and permanent part of the State’s mechanisms against those who rebel.

For those who struggle, solidarity between those who rise against the daily misery is a constant which allows the creation and maintenance of combative ties that break the siege of harassment, isolation, imprisonment and/or immobilism.

For those who struggle, solidarity transcends the imposed borders, trying to break through them and destroy them by agitation and action.

For those who struggle, the sense of solidarity intends to dismantle the loneliness of incarceration, waging a battle against forgetting our comrades abducted by States, bringing to light the logic of domination that seeks to condemn them to surrender.

For those who struggle, solidarity seeks to translate into a true intention which generates gestures of rebellion that let our own break loose.

For those who struggle, no one should be alone, neither in prison, nor in the open-air prison which we live in.

For those who struggle, everything is to be decided, everything is to be done. We are to hold the initiative…

For all the comrades who are still fiercely opting to break every chain.
It is up to each and every one of us to continue the struggle, until no more walls are still standing.

LONG LIVE ANARCHY

To write to the comrades currently imprisoned in Madrid:

Beatriz Isabel Velazquez Davila
Lisa Sandra Dorfer
P. Madrid VII – Estremera, Ctra. M-241 km 5,7
28595 Estremera, Madrid, España (Spain)

Alba Gracia Martínez
Noemí Cuadrado Carvajal
Anna Hernandez del Blanco
P. Madrid V – Soto del Real, Carretera M-609, Km 3,5
28791 Soto del Real, Madrid, España (Spain)

Enrique Balaguer Pérez
P. Madrid VI – Aranjuez, Ctra. Nacional 400, Km. 28
28300 Aranjuez, Madrid, España (Spain)

David Juan Fernández
P. Madrid III – Valdemoro, Ctra. Pinto-San Martín de la Vega, km. 4,5
28340 Valdemoro, Madrid, España (Spain)

And to Mónica and Francisco:
Mónica Andrea Caballero Sepúlveda
Ávila-Prisión Provincial, Ctra. de Vicolozano s/n Apdo. 206
05194 Brieva, Ávila, España (Spain)

Francisco Javier Solar Domínguez
C.P. de Villabona Finca Tabladiello
33480 Villabona-Llanera, Asturias, España (Spain)

[Hamburg] Silvester gegen alle Knäste!


Wie die letzten sechs Jahre sind auch dieses Jahr in Hamburg Menschen an Silvester für die Freiheit aller Gefangenen und gegen alle Knäste und die Verhältnisse die sie brauchen auf die Straße gegangen.

Schon am frühen Abend trafen sich einige Menschen auf der Rückseite des U-Haft Knastes Holstenglacis in den anliegenden Parkanlagen um mit Musik, Feuerwerk, Transpi und Grußworten einen Gefangenen des Breite Str. Verfahrens (mehr Infos auf breitesoli.noblogs.org) und alle anderen Gefangenen zu solidarisch zu grüßen.

Kurz vor dem Jahreswechsel versammelten sich dann um die 100 Menschen vor dem Knast Holstenglacis. Es gab ein Transpi auf dem groß „Freiheit für alle!“ stand, außerdem Musik, Feuerwerk und Parolen. Gefangene antworteten mit Parolen. Aber auch zwei Ketten Bullen folgten schnell und postierten sich links und rechts von der Demo. Bis auf eine Ansage den Feuwerkbewurf zu unterlassen, fristeten sie ihr trauriges Dasein.

geklaut von aaza

[Köln] Silvester-Anti-Knast-Demo abgebrochen

JVA Ossendorf, Demoweg
2014: Am Knast wird nicht gefeiert – Nachträgliches zur Silvester-Demo in der ach so liberalen Karnevalshochburg Köln

Abgebrochen haben wir die Anti-Knast-Demo vom 31.12.14 an der JVA Köln-Ossendorf, obwohl noch eine Kundgebung anstand. Abgebrochen, wie schon im vergangenen Jahr. In beiden Fällen gab es Stress mit der Polizei. In beiden Fällen entfiel damit die Kontaktaufnahme mit Gefangenen in den U-Haft-Häusern der JVA. Zumindest, soweit es den Einsatz von Lautsprechern, Musik und Redebeiträgen betrifft.

Zum Hintergrund:
Seit über 2 Jahrzehnten gibt es angemeldete Silvester-Demos oder -Kundgebungen in Köln. Meistens verliefen sie ohne jegliche Probleme mit der Polizei. 2013 wurde zum ersten Mal das Abfeuern von Silvesterraketen „aus der Versammlung heraus“ verboten. Und das, obwohl in der Karnevalsstadt Köln auch Silvester heftig und mit allem möglichen Klamauk gefeiert wird. Zum Beispiel sind Rheinbrücken vollgestopft mit Menschen, die das offizielle Feuerwerk sehen wollen, aber auch eigene Raketen abfeuern. In diesen „Versammlungen“ stehen die Massen viel dicht gedrängter als die kleine Gruppe von 150 bis 250 Menschen, die bereit sind, sich an diesem Abend mit Gefangenen zu solidarisieren und gegen das Knastsystem zu demonstrieren. Vor der Knastmauer ist in all den Jahren ist auch kein Unfall mit Feuerwerkskörpern passiert. Trotzdem, 2013 stand das o.g. Verbot für uns überraschend in der Genehmigung.
mehr…

[Greece] Videos der Antiknastdemos


Koridallos Gefängnis in Athen


Diavata Gefängnis in Thessaloniki (nachfolgend die Übersetzung des Textes aus dem Video)

„Wir schleudern unsere Solidarität als untrennbaren Teil unserer Aktion gegen die Isolierung der kämpfenden Gefangenen unter einem Regimen der Spezial-Festnahmen und Vernichtung der Beziehungen und Strukturen, die sie geschaffen haben über den täglichen Widerspruch in allen Formen von Einschließen, Überwachung und Kontrolle. Bis zur Vernichtung aller Gefängnisse. Bis zur Vernichtung der Welt der Herrschaft. Ein Kampf ohne Waffenruhe für die soziale Revolution.
Thessaloniki, Dezember 2014. Okupa Terra Incognita.“


Gefängnis in Larisa

knastdemos 31.12.14


Am 31.12 haben ca. 40 Menschen spontan vor der JVA Uelzen gegen die Knastgesellschaft demonstriert. Über die Mauern hinweg gab es Parolen, Pyrotechnik und Solidaritätsbekundungen auf mehreren Sprachen. Ein Transparent forderte „Freiheit Für alle“. Durch den Wall an der Knastmauer gab es gute Sicht auf das Gelände und die Grüße wurden von den Häftlingen mit Lärm und Winken erwidert.


Gut 400-500 solidarische Menschen haben wieder gemeinsam am Silvesterabend die JVA in Moabit besucht. Aus dem Lauti gab es einige Redebeiträge zu Repression und Knast zu hören und vor allem aus den vorderen Reihen auch mehr oder weniger bekannte Demosprüche wie z.B. „Freiheit – für alle – Gefangenen!“ und „Wir sind nicht alle – es fehlen die Gefangenen!“. Kurz vor Mitternacht am Knast angekommen, wurden dann vermehrt Raketen über die Mauern geschossen und Böller gezündet und um Mitternacht gab es dann viele herzliche Umarmungen.


Am frühen Silvesterabend fanden sich ca. 20 Menschen zu einer unangemeldeten Kundgebung vor der JVA im Dortmunder Osten zusammen. Mit Feuerwerk und Sprechchören „Freiheit für alle Gefangenen“ wurden die Gefangenen auf die Kundgebung aufmerksam gemacht. In einem kurzen Redebeitrag wurde auf die Knastgesellschaft und die Situation der Gefangenen sowie die zunehmende Repression gegen politische Aktivist*Innen, Menschen die sich in der Gefangenwerkschaft organisieren und generell eine verschärfung des Strafprinzips eingegangen.
Die Gefangenen zeigten durch jubeln, gestreckte Fäuste und weiteren lauten Geräuschen ihre Freude und Solidarität mit der Kundgebung. Auch vereinzelte zustimmende Rufe während des Redebeitrags waren vernehmbar.

GEGEN EINE GESELLSCHAFT DIE KNÄSTE BENÖTIGT – SILVESTER ZU DEN KNÄSTEN – WIR KOMMEN WIEDER, KEINE FRAGE.

linksunten.indymedia

#PANDORA

Hier findet ihr eine mehrsprachige Soli Seite.

terroristaeselestado

[Nordamerika] Die Freiheit erblüht auf den Ruinen der Gefängnisse

Auruf zu lärmenden Demonstrationen am Silvesterabend aus den Gefängnissen heraus, in ganz Nordamerika!
nordamerika

Während der letzten 12 Monate haben sich neue Wellen der Rebellion über den ganzen Kontinent und die Welt ausgebreitet. Gegen den Terror des mexikanischen Staates und seine blutrünstigen Komplizen. Seit Ayotzinapa haben sich Demonstrationen, Unruhen und Anschläge verbreitet. Ausgelöst durch die rassistische Polizeigewalt in den USA, haben die Rebellierenden des mittleren Kontinents ein neues Level an Intensität und Koordination erreicht. Die Blockaden und Besetzungen dauern weiter kochend an und dehnen sich bis nach Kanada aus. In Flammen stehende Barrikaden, errichtet wegen der Kämpfer*innen von Mi’kmaq, haben ihren Widerhall in San Francisco und Oakland gefunden. Es ist fundamental, dass wir die Angewohnheit der lärmenden Demos aus den Gefängnissen am Vorabend zu Neujahr mit diesem Ausbruch des sozialen Konflikts verbinden.

Auf einer weltweiten Ebene befinden sich diese Ausbrüche unmittelbar in Verbindung mit Konflikten mit dem System, das manchmal zu Festnahmen und Verhaftungen von Rebellierenden und Anarchist*innen, für andere selbst bis zur Folter und zum Tod führt. Das Jahr 2014 begann mit den Festnahmen von Amélie, Carlos und Fallon. Am Ende des Jahres stehen hunderte von Menschen nach Monaten des friedlichen Protests gegen die Polizei unter Anklage. Wir haben nicht nur Eric Garner, Tamir Rice, Mike Brown und die Normalistas, sondern auch Rémi Fraisse, und im vergangenen Jahr, Omar Aziz verloren. Dutzende Compas bleiben unbekannt, während andere ihre Kämpfe im Gefängnis fortsetzen. Diese Kämpfe reichen von protestierenden Häftlingen und inhaftierten Migrant*innen in Kalifornien und Indiana, Tacoma und Houston bis zum erfolgreichen Hungerstreik von Nikos Romanos in Griechenland und tausenden Compas in Europa.

Unsere Antwort auf diese Repression war immer die revolutionäre Solidarität. Unsere Unterstützung ist weder passiv noch barmherzig, sondern basiert auf der anhaltenden Ausdehnung des Kampfes gegen Autorität und Kapitalismus. Wir machen nicht nur weiter mit subversiven Projekten, die der Staat durch Verhaftungen oder Vorladungen wünscht zu beenden, sondern wir finden auch weiterhin neue Wege die bestehende Ordnung zu untergraben. Für uns sind die Gefangen weder Idole noch Helden, sondern Compas mit denen wir einen offenen Dialog und eine kritische Perspektive aufrecht erhalten. Wir unterstützen nicht nur sie; wir zählen auch auf sie uns zu unterstützen und zu inspirieren. Der Kontakt und das beidseitige Wissen sind die Voraussetzung für diese solidarische Beziehung.

Vom Verschicken von Briefen bis zu direkten Aktionen praktizieren wir unsere Solidarität mit den Gefangenen während des ganzen Jahres um diesen Kontakt aufrecht zu erhalten. Nichtsdestotrotz organisieren wir auch jedes Jahr am Vorabend zu Neujahr lärmende Demonstrationen aus den Mauern der Gefängnisse, Haftanstalten und Inhaftierungslager für Migrant*innen heraus. Manchmal sind dies die Plätze wo bestimmte Compas eingesperrt sind, während es ein andermal Orte sind, wo soziale und rebellische Gefangene, die wir nicht kennen durch den Staat verlassen wurden um zu vermodern. (?) Wie dem auch sei, wir benutzen unsere Stimmen, unsere Banner, Soundsystems, Instrumente und Pyrotechnik um die Gefangenen daran zu erinnern, dass sie niemals alleine sind. Die Kommunikation und Koordination unserer Vorhaben und rebellischer Aktionen sind möglich, unabhängig von der Größe der Mauern. Während sich neue Ausschreitungen gegen die Polizei , weiße Vorherrschaft, den Staat und Kapitalismus verbreiten, ist es mehr denn je möglich Solidarität mit denjenigen zu verbreiten, die in den Gefängnissen eingesperrt sind; dem Ort an dem sich diese Form der Macht am gewalttätigsten zeigt.

Organisier eine laute Demo in deinem Dorf oder deiner Stadt an diesem Silvesterabend. Verbinde sie mit den Kämpfen der Gefangenen, aber auch mit deinen Lebensumständen und deinen eigenen Kämpfen. Wir versichern, dass diejenigen, die während der letzten Aufstände festgenommen und angeklagt wurden, eure Stimmen hören. Ohne alldiejenigen zu vergessen, die seit vielen Jahren mit Würde innerhalb der Gefängnisse gekämpft haben.

Auf dass sich die Revolte, die der Herrschaft und Ausbeutung eine Ende machen kann, innerhalb und außerhalb der Gefängnisse ausbreitet!

Einige Anarchist*innen von der Ostküste
15.Dezember 2014

Original in spanisch, geklaut von Contrainfo

[Italien] Chiara, Claudio, Niccolò und Mattia unter Hausarrest

italy

Eine Woche nach ihrer Verurteilung wurden Chiara, Claudio, Niccolò unter Hausarrest gesetzt, mit allen Einschränkungen. Daher sind sie zwar aus dem Gefängnis entlassen, aber alle Treffen mit Menschen, die nicht dauerhaft im selben Haus wohnhaft sind, sind ihnen verboten.

Am 22. Dezember wurde Lucio – wie Francesco und Graziano auch – in den AS2 („alta securidad“[erhöhte Sicherheit]) Trakt des Ferrara Gefängnis verlegt. Für alle, die ihnen schreiben wollen, hier ist ihre neue Adresse:

Francesco Sala
Graziano Mazzarelli

Lucio Alberti
c/o C.C. via dell’Arginone, 327 – 44100 Ferrara (Italy)

Pandoras Büchse und das Nähkästchen des spanischen Anti-Terrorismus

Der Fächer an Möglichkeiten des spanischen Antiterrorismus ist ein Nähkästchen, in das alles hineinpasst. Er befindet sich da, in Sichtweite, um uns daran zu erinnern, dass zu kämpfen für den Staat Terrorismus ist. Er funktioniert wie eine Vogelscheuche. Werden wir uns erschrecken?

(Translations into Dutch, French, Italian, English below the text!)

Der Morgen des Dienstags, 16. Dezember, hat uns mit einer Welle von Hausdurchsuchungen und Verhaftungen überrascht… Hat er uns überrascht? Wir werden nicht lügen. Fangen wir noch einmal an. Der Morgen des Dienstags, 16. Dezember, hat uns NICHT überrascht. Die regionale katalanische Polizei, die Mossos d’Esquadra, die Guardia Civil und richterliche Beamte der Audiencia Nacional* haben mehr als 10 Wohnungen und einige anarchistische Lokale in Barcelona, Sabadell, Manresa und Madrid gestürmt, mit den jeweiligen Hausdurchsuchungen, Verhaftungen und Beschlagnahmungen von propagandistischem und informatischem Material. Ausserdem haben sie die Gelegenheit genutzt, um auch in das alte Kasa de la Muntanya, ein besetzter Raum, der gerade 25 Jahre alt geworden ist, einzufallen und es zu plündern, indem das gesamte Anti-Riot-Korps der Brigada Móvil der Mossos d’Esquadra eingesetzt wurde.

Laut der Presse, die wie immer ihre Rolle als Polizeisprecherin verdeutlicht, ist es das Ziel dieser Verhaftungen, „eine kriminelle Organisation mit terroristischer Zielsetzung und von gewaltsamem anarchistischem Charakter“ zu zerschlagen. Obwohl es einfach klingt, eine fixe Phrase noch einmal zu wiederholen, werden wir es tun: die einzige kriminelle Organisation, die versucht, mit ihrem gewalttätigen Charakter die Leute zu terrorisieren, ist der Staat und seine Tentakel: die Presse, der juristische Apparat, seine repressiven Korps und seine Politiker, egal von welchem Spektrum.

Weshalb hat uns diese repressive Handlung nicht überrascht? Weil wir sie erwartet haben.

Es geht nicht darum, Orakel zu spielen, oder sonst etwas dergleichen, sondern darum, die Ereignisse zwischen den Linien lesen zu wissen, manchmal in wortwörtlicher Weise. Wie es mit der Verhaftung von anderen Gefährten im vergangenen Jahr geschehen ist, so werden seit langer Zeit Wellen wie jene vom Dienstag gegen libertäre und antiautoritäre Umfelder inszeniert, und, auch wenn die verschiedenen Razzien nicht so groß waren, so verdeutlichten sie einen Horizont mit Situationen dieser Art. (mehr…)

Solidarität mit den Verhafteten Anarchist*innen in Spanien!

tens
Transpi in Athen

sanfrancisco
Aktion vor dem Spanischen Konsluat in San Francisco

uruguay
Graffiti in Maldonado, Uruguay