Archiv der Kategorie 'text.Sammelsorium'

lach doch mal

ein lächeln kostet nichts
günstiger als strom
und spendet mehr licht
erhellt sogar das innen

ein lächeln kostet nichts

außer
meinen körper
meine wahrnehmung
und meine selbstachtung

die fähigkeit zu sagen,
wenn etwas nicht okay ist
die fähigkeit,
das überhaupt zu merken

geklaut von identitätskritik.de

Sexualisierte Gewalt. Weiß-Deutsche Vorbildlichkeiten

geklaut von identitätskritik.de

In Deutschland geistert die Vorstellung umher, die deutsche Kultur gegen eine frauenfeindliche Invasion verteidigen zu müssen. Währenddessen wird ein Strafbefehl von 24 000 Euro ausgesprochen gegen eine Frau, die ihre Vergewaltiger angezeigt hat. Deutsche Kultur at it’s best. Dass in Deutschland ein Nein nicht als Argument gegen Vergewaltigung gilt, wurde in den letzten Jahren immer wieder diskutiert. Erinnert sei an den Freispruch eines Vergewaltigers, weil sich eine Fünfzehnjährige „nicht genug gewehrt“ hätte. Ein Freispruch, der einer klaren Logik folgt: Frauen und Mädchen stehen weißen Männern zunächst frei zur Verfügung – es sei denn, es gibt klare, personalisierte Besitzansprüche von Mein Freund/Mein Mann – oder die Betroffene kämpft bis zum Tode. Vergewaltigt und tot, dann wird die Glaubhaftigkeit nicht in Frage gestellt. Denn dann scheint es anzukommen, dass die betreffene Frau oder Mädchen es auch wirklich nicht gewollt habe.
Aktuell zeigt sich noch eine andere Möglichkeit, sexualisierte Gewalt öffentlich zu machen: In einer zutiefst rassistische Gesellschaft. Immer dann, wenn die Täter nicht weiß-deutsch sind.

Der Besitz weißer Männer und die Bibel

Viele gute Texte wurden geschrieben, wenn auch unzählig mehr katastrophale. Das Jahr 2016 startet rassistisch. Und Nein, die aktuelle Debatte hilft nicht, sexualisierte Gewalt sichtbarer zu machen:
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Spuren im Internet

In diesem Artikel geht es um die Spuren, die wir alle im Internet hinterlassen. Worum geht es eigentlich beim Tracking von Anwendern im Internet?

Mehr dazu gibts hier.

Wut.Brüche

Dies soll ein Text sein an alle, die Wut in sich tragen. Wut über die sexistischen- und gewalttätigen- und unterdrückenden Verhältnisse in denen wir leben und die sich immer wieder zusammenschließen und überall wirken. Wut über das Nichtverhalten. Wut über fehlende Solidarität untereinander. Wut darüber wie damit umgegangen wird und Wut darüber wie von uns erwartet wird damit umzugehen, nämlich gar nicht wütend oder gewalttätig sondern verständnisvoll und nicht explosiv.

Ich werde in diesem Text die Kategorie Frau aufmachen, hiermit meine ich eine soziale Kategorie. Mir ist wichtig, Frau zu benennen. In ihrer Sozialisation, des Hinnehmens, Ertragens und anderen Menschen das Leben zu erleichtern. Ich spreche von einer Sozialisation die ab dem ersten Tag des auf der Welt seins beginnt. Vor allem aus diesem Hintergrund schreibe ich, weil er mich so lange Ohnmächtig hat sein lassen und auch oft noch macht. Es ist meine Perspektive aus der Position in die ich hinein gegendert wurde.

Ich finde es wichtig, Frau als gesellschaftliche Kategorie zu sehen, weil Frau die gesellschaftliche Relevanz genommen wurde und sie vielmehr als Zusatz des Mannes betrachtet wird.

(natürlich werden andere Abweichungen vom weißen Mann, ebenso wie Frau sein als nicht normal betrachtet und unter-liegen strikten Unterdrückungsstrukturen, die nur bis zu einem bestimmten Punkt benannt werden dürfen, nämlich bis zu dem wo die Benennung anfängt an dieser Macht zu knabbern)

In dieser Betrachtung kann ich nicht von einer Gleichheit sprechen, da diese nicht existiert. Deshalb ist eine Organisierung, eine Solidarität unter Frauen notwendig um aus der Herrschaft auszubrechen. Solange wir nicht befreite Frauen sind, fällt es schwer Seite an Seite mit Männern zu kämpfen.

Ich plädiere für die Abschaffung des Mannes! 1
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Warum wir keine Forderungen stellen!

Von Occupy bis Ferguson: Immer wenn eine neue Graswurzelbewegung entsteht, bemängeln Expert*innen, das Fehlen klarer Forderungen. Warum fassen Protestierende ihre Ziele nicht zu einem einheitlichen Programm zusammen? Warum gibt’s da keine Vertreter*innen, die mit den Herrschenden verhandeln können, um konkrete Vorstellungen über institutionelle Wege voranzubringen? Warum können sich diese Bewegungen nicht in vertrauter Sprache und mit angemessenem Anstand ausdrücken?

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Bekennerschreiben zum Feuerhagel in Athen

Feuerhagel (Athen 12. – 29.Januar 2015)

Einen Schritt voraus…

Im modernen Zeitalter in dem sich alles kontinuierlich mit schrecklicher Geschwindigkeit bewegt, schaffen es noch nicht mal die Weitsichtigsten angemessen, rechtzeitig und sicher die Konsequenzen der festgelegten Entscheidungen anderer über ihr Leben, einzuschätzen!

In der modernen Festung Europa, wo Migranten/Flüchtlinge aus Ländern der Dritten Welt kaltblütig an den Grenzen erschossen werden, auf den Meeresgrund der Ägäis sinken, oder zu einer Art „Punchingball“ in Polizeistationen und Abschiebelagern werden, und wo die globalen Konflikte der Interessen, zwischen den zwei mächtigsten – aber voneinander abhängigen – Polen der Herrschaft und den ebenso ambivalenten kleineren Kreisen des Einflusses, die eng miteinander verzahnt sind, mit unverminderter Intensität vorangehen, gedämpft aber auch unverhohlen (wie in der Ukraine) , verbleiben Griechenland und andere Nachbarstaaten (innerhalb und außerhalb der EU) vollkommen fremdbestimmt und kontrolliert – kolonialtypische Provinzen des kapitalistischen Zentrums, wo selbst Atmen besteuert wird!

In einer modernen Zivilisation, mit den giftigen Abfällen, die intensiv die Erde und das Grundwasser verschmutzen, einer Luftverschmutzung, die in hohem Maß die Lebenserwartung reduziert und technisch-industrielle Geräusche aller Art zu Paranoia führen und Leuchtreklamen das Sternlicht verdecken, existiert selbst die Tankanzeige im Auto nur um uns an das Elend, welches wir erfahren, zu erinnern!

In der modernen Stadt und überall wo, die katastrophalen Tentakel der Industrie und der sozialen Hierarchie lügen (immer sprechend über die künstliche Umgebung, die Offiziellen und Speichellecker der institutionalisierten Herrschaft) , gibt es nichts Schöneres als die entstellten Gesichter und gebrochenen Knochen, die Trümmer und Glut der Mittel und Infrastruktur des Feindes!

In der modernen Gesellschaft hat Verrat und Gossip Charakteristiken und Wichtigkeit einer Meisterschaft erreicht und sozialer Protest/“Kampf“ wird systematisch in den Denkfabriken sozialer Verwahrlosung ausgeheckt, aufgeputscht und bejubelt vom Staat und seinen journalistischen Papageien und auch offiziell belohnt mit Auszeichnungen, Geldpreisen und Förderprogrammen, während die Möchtegernpetzen, in Bezug zu ethischem und polizeilichem Schutz, Vergebung für ihre Rücksichtslosigkeit und Heuchelei erhalten– und werden als „Helden“ wahrgenommen, als „gute und ehrbare Leute“!

Die moderne Masse Mensch ist die am höchsten entwickelte, effektivste und gleichzeitig entmündigte (gewaltlose) „task force“ der herrschenden Klasse!

Deshalb ist in der modernen Welt, die das Königreich der Entfremdung und Unterwerfung ist, wo der Gott das Geld und die Religion die Arbeit ist, wo die wirklich zeitlosen Werte und ewigen Bedeutungen auf subtile Weise abgetötet oder vorsätzlich ermordet werden und den abstrakten Ideen (wie Freiheit, Solidarität, Mitgefühl, Freundlichkeit, Wohlergehen etc.) nach Belieben ein neuer Sinn gegeben wird. Um die politische und wirtschaftliche Oligarchie zu unterstützen und zur Aufrechterhaltung des Existierenden, finden wir keinen Grund für die toten Gegenstände zu existieren , da sie unsere Bedürfnisse nicht befriedigen und keinen praktischen Wert für die Verwirklichung unseres persönlichen Aufstands haben!

Die Tatsache, das wir es gewöhnlich bevorzugen auf die wirtschaftliche Macht zu zielen, auf die nach Macht lüsternen Raben der Politik, die Prediger des Urbanismus und ihre wachsamen Schützer, bedeutet nicht das wir zögern werden einen kleinen Schleimer oder eine freiwillig gehorsame Ratte anzugreifen, die mehr royale Gefühle hat als der König selbst und unsere Ästhetik beleidigt. Wir verachten diese zweibeinigen Mülltüten!

Wir ignorieren die Gegensätze zwischen klein und groß, einheimischem und fremdem Kapital. Sie alle stehen für Eitelkeit, Erhaltung des Bestehenden, Profit und Ausbeutung. Sie alle verdienen es verbrannt zu werden!
Außerdem beachten wir nicht den Wechsel der politischen Administration des Elends, während wir unverhohlen erklären, das jedes System sozialer Massenorganisation – ob mehr oder weniger autoritär/konservativ, mehr oder weniger freiheitlich/ politisch fortschrittlich – von Belagerung und Ausplünderung der anarcho-nihilistischen Aufständischen betroffen sein wird!

Wir bringen keine absolute Wahrheit, bekleidet mit dem Mantel plasmischer Objektivität. Wir kämpfen in niemands Namen, wir sind von niemand die Bauern, wir wollen niemand retten außer unsere persönliche Würde. Andere riskieren etwas für weltliche und abgestandene – verschiedener Arten – Investitionen und Uniformen. Wir nehmen unsere Risiken wie die Wagemutigen der jeweiligen Epoche um nicht als lebende Tote zu wandeln, ein einzigartiges, anarchistisches und intensives Leben ohne Hemmungen suchend!

Eine unserer Absichten ist, in jede Richtung klarzustellen, so lange es uns betrifft wird Athen, eine Stadt mit einer reichen Geschichte an sozialen Konflikten und Stadtguerilla Kriegsführung, niemals eine sterile Stadt werden, sicher für die reibungslose Zirkulation – menschlicher und nicht menschlicher – Waren, Investoren und Touristen. Und so lange wir keine Einwände haben reiche Passanten auszurauben, haben wir nicht die Absicht, die Stadt in der wir leben als gefährlich zu diskreditieren, aber wir bevorzugen es sie bis auf ihre Grundmauern abzureißen, so wie die Stadt unsere Träume und Wünsche niederschlug, die nicht auf Wohlstand und Plastik, Beton und Gittern basieren. Es ist ganz einfach: wir mögen den städtischen Lebensstil nicht, wir sind nicht zum Shopping oder für Business in der Stadt. Wir sind bewusst für den Krieg hier!

Wir stellen unsere Angriffe in den Zusammenhang einer Strategie gegen einen Bereich zusammenhängender Teile von Herrschaft, welcher mit dem Komplex von Sicherheit und Überwachung beginnt (als ein gemeinsames Resultat sozialer Werte und der Ideologie von Verfassungs- und gesellschaftlichen Rechten auf Sicherheit und Soziales) und weiter geht mit kulturellem, touristischem und kommerziellem Unternehmergeist und dem heiligen Gral des Kapitalismus, dem Eigentum. Jede unserer Aktionen ist auch ein Aufruf an unsere internationalen Genossen, in dem ständigen Kampf gegen das Existierende.


Aus diesen Gründen haben wir unsere feurigen Schläge zugestellt an
:
- Am 08. Januar, an einen Jeep von Integrated Security Managment, der vor einem Parkhaus in der Pontos Straße in Argiroupoli stand. Die Kundschaft dieses Parkhauses besteht hauptsächlich aus Luxusautos und manchmal Jeeps der OPKE (Spezialeinheit der Polizei zur Kriminalitätsbekämpfung). Obwohl wir drauf scheißen, sind wir neugierig ob die Verwaltung von Athen die Besitzer der als Kollateralschaden zerstörten Autos entschädigt, wie sie es mit der Tochter von Pangalos (bekannter griechischer Politiker) tat, die 76.000 Euro (……) bekam, auf ihre eigene Bewertung der Schäden an ihrem Haus (welches als Büro ihres Vaters registriert ist), nach dem Angriff der CCF. ( Hier ist ganz besonders wichtig für uns alle, dass wir glauben die Motive, Gründe und Begebenheiten eines Angriffs klar und unmissverständlich zu haben. Der Kollateralschaden an dem Bullenauto war als Möglichkeit einkalkuliert, aber in keinem Fall würden wir Opfer in diesem oder angrenzenden Gebäuden in Kauf nehmen, eine Möglichkeit, die wir sorgfältig prüfen bevor wir zur Aktion kommen.

- Am 12. Januar, ein Fahrzeug von 3S Protection Company, die für den Feuerschutz von Geschäften tätig ist, in der Constantinople Straße in Vironas.

- Am 22. Januar, ein Minibus der Tourismus Firma Business & Leisure Athens Transfers, in der Aristeidou Straße in Glyfada.

- Am 29. Januar, die Büros der Tourismus Vereinigung Business & Personal Luxury Holidays, im 2.Stock eines Gebäudes in der Iasonidou Avenue in Elliniko und ein Transporter von Hellenic Duty Free Shops.

Zusätzlich zerstörten wir im Januar 27 Überwachungskameras von Geschäften in verschiedenen Straßen der Stadt.

So wie anarchistische Solidarität bedeutet weiter zu gehen und nicht unter das Mikroskop von falschen / schlecht platzierten Möglichkeiten des Kampfes passt, wird sie auch nicht mit der Pipette der ideologischen Reinheit verteilt, als ein Balsam mit dem die neidischen und großmäuligen kleinen Barone der Kritik, die an Mangel von Vitalität leiden und in den Sumpf von Konformismus und Inaktivität schwimmen, ihre Lippen befeuchten. Wer nicht die Absicht hat großzügig die Schmerzmittel des Angriffs und der Kameradschaft anzubieten und zur gleichen Zeit sich bemüht irgendwelche Kampfauszeichnungen zu erhalten, soll besser die Schnauze halten, da es wahrscheinlich ist dass sie stattdessen den Mittelfinger gezeigt bekommen werden…

Wir widmen jede unserer oben genannten Aktionen mit komplizenhafter Liebe unserer anarchistischen Schwester Ageliki Spyropoulou, die von der griechischen Polizei gesucht wird und den stolz kämpfenden Genossen der gefangenen Mitglieder der Verschwörung der Feuerzellen (CCF).

(Anm.d.Ü.: Aus übersetzungstechnischen Gründen wurde an dieser Stelle ein Teil nicht übersetzt.)[…]

Während Sicherheitspolizei und Antiterrorbehörden, landesweit, alles in ihrer Macht stehende tun , um das „Geheimnis“ der Verbindung von Kriminalität und Terrorismus zu lösen, fahren wir spontan mit unserem zerstörerischen Projekt fort…

Für das Wachsen von 10, 100, 1.000 Zellen der FAI-FRI!

Lasst die Trompeten des Anarchistischen Krieges wieder ertönen!

Weil es einen Versuch wert war…
WIR BITTEN UM NICHTS – WIR WOLLEN ALLES
FEUER FÜR DIE METROPOLITANEN FRIEDHÖFE
KEIN FRIEDEN MIT DER KNASTGESELLSCHAFT

Informal Anarchist Federation-International Revolutionary Front
Constant Unholy Synod/Iconoclastic Cell Clément Duval

PS.
1)An all die dreckigen Ficker – niemanden ausgeschlossen- die unsere Kameraden in schwierigen Zeiten des Kampfes verletzen und verleumden: „Die Welt ist ein sehr viel kleinerer Ort als ihr schwachsinnigen Scheißer denkt. Nichts ist vergessen, eure Zeit wird kommen!“
2) An Ageliki: „Bleibe sicher und stark… Unser Tag wird kommen!“

(Anmerkung: Der Text wurde übersetzt von https://interarma.info/2015/02/02/ellada-ebrhstiko-baraz-athina/ , er bezieht sich auf aktuelle Ereignisse im anarchistischen Raum von Athen, deren Erläuterung hier den Raum sprengen würde. Ageliki Spyropoulou wird gesucht wegen angeblicher Unterstützung von Christodoulos Xeros ( http://325.nostate.net/?p=14359#more-14359 ).

Über Clement Duval https://de.wikipedia.org/wiki/Cl%C3%A9ment_Duval )

Die Idee in unseren Köpfen

„Weil wir die Anarchie in unseren Köpfen haben und ihr niemals fähig sein werdet, sie zu verfolgen, egal wieviel Zement ihr auf uns werft, um uns zu begraben, egal wieviele Gefängnisse ihr baut um uns darin einzusperren, zu wievielen Jahren ihr uns verurteilt und wieviele antiterroristische Gesetze ihr veordnet, um in eurem theatralischen Gebärden noch strenger zu wirken… Unsere Anarchie wird jedes Mal entkommen.“

Nikos Romanos, Yannis Michailidis

Aufruf der Destroika

EUROPAS EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN
destroika

Eröffnung der neuen Europäischen Zentralbank | Frankfurt Anfang 2015
Aufruf der Destroika zu einer fantastischen Widerstandsbegegnung

(en, es, it, fr, gr, pt)

Generalstreiks ohne Auswirkungen, “Aktionstage” ohne Einfluss auf irgendein Ziel, das diesen Namen verdiente; überall – in Portugal, in Spanien, in Italien, in Griechenland – scheinen die Kämpfe über ihren nationalen Bezugsrahmen zu stolpern. Die nationale Ebene, die lange Zeit das Feld der politischen Aktion war, sei es für den Staat oder für die Revolutionäre – ist zur Ebene der Ohnmacht geworden. Eine Ohnmacht, die nationalistische Wut an Boden gewinnen lässt.

Für uns ist der nationale Bezugsrahmen vorbei und gegessen, und das nicht nur, weil die Nation ohnehin schon immer reaktionärer Dreck war. Hier gibt es nichts mehr abzutrotzen. Der Staat tischt auf, was immer die Troika anrichtet. Für uns gibt es nur noch lokal und international.

Die “Troika” aus Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Kommission regelt und verwaltet nicht nur ganze Staaten, Haushalte, Regierungen, sondern bestimmt die Lebensbedingungen der Menschen, reduziert sie auf Humanressourcen. Das Gefühl, vom selbsternannten Kerneuropa überrumpelt und beherrscht zu werden, ist in vielen Teilen der Welt tagtäglich spürbar.

Wer ein wenig die Methoden des IWF studiert, weiss, dass sie sich nicht auf eine “Schockstrategie” beschränken. IWF und Weltbank verfolgen eine Doppelstrategie: die Brutalisierung der Gesellschaften durch eine gewaltsame Umstrukturierung der Wirtschaft bei gleichzeitiger Abfederung dieses Schocks durch Kleinkredite, die Ermunterung zur Gründung kleiner ökonomischer Einheiten. Das Ziel: aus allem und jedem überall Unternehmen machen. Aber auch die viel zitierte soziale und solidarische Ökonomie ist kein geeignetes Heilmittel gegen die Schockstrategie, sondern deren effektive Ergänzung. Wir wollen keine bessere Ökonomie, wir wollen das Ende der Kalkulation, das Ende der Evaluation, das Ende der Messung, das Ende der Buchhaltermentalität, in der Liebe wie in der Werkstatt. (mehr…)

Fire to the Prisons Archive

“This is written for those discontent with the world around them, and the role they are forced to have in it. This is for the world’s exploited and dominated groups or classes. It is for the uncomfortable, the miserable, the disempowered, or the lost. It is also for the uncontrollable, empowered, fed up, and criminalized. It is a reminder for those living in conflict every day with the social order that reigns upon the earth, that they are not alone. We are a revolutionary publication that hopes to report on struggles that will otherwise be mentioned inappropriately or not at all. We report on struggles that stem from a frustration with different forms of domination, and intend to achieve freedom from them, without compromise.

We hope that by reporting on these struggles, more awareness and support for them will be produced. We also hope that by reporting on these struggles others who feel frustrated with the conditions they face will be inspired to do something about them as well. Further generalizing discontent before domination.”

Fire to the prisons!

[crimethInc.] Breaking with consensus reality

This text is excerpted from the publication TERROR INCOGNITA, a meditation on desire, insurrection, and the unknown.

We who fight to create a freer world face a fundamental contradiction. On one hand, we don’t want to become a vanguard, “leading” or imposing our will on others, as that would run counter to our anti-authoritarian values. On the other hand, we believe with good justification that our political goals—including the destruction of capitalism, the state, and hierarchy—can’t be accomplished without strategies that are currently unpalatable to most of our fellow citizens. The impoverishment of millions and the destruction of our ecosystems demand that we act decisively. What criteria will equip us to challenge these systems without resorting to the authoritarian means we condemn?

Some of us have developed a practice of prioritizing consent as a provisional answer to this dilemma. This discourse comes to us through educators who promote it as a tool for fostering mutually respectful sexuality in the midst of a rape culture. Applying this model in our intimate relationships and beyond, we seek to respect others’ autonomy by not subjecting them to actions that violate their consent—that is, by staying within the boundaries of others’ desires as they determine and articulate them. We reject coercion of any form, whether physical, verbal, economic, or otherwise, and assert our self-determination to participate in or abstain from whatever we choose.
more…

[Spanien] N°1 der „Creatio Ex Nihilo“

exnihilio

Übersetzung folgt …

You can almost hold it in your hand

We make so many promises and we keep hardly any.
The least that we can say for ourselves is that we can laugh
And we can cry and we can steal what we need.
And we‘re just as scared as anyone else struggling for sense.

We‘ve spent so many whole nights tearing the world limb from limb.
And finding nothing but ourselves, and that’s what scares us most of all.
But when we‘re walking under streetlights
We know these buildings could never be as beautiful as us.

by Rosa

Learning from Ferguson

by Peter Gelderloos
Peter Gelderloos is a former prisoner who has participated in Copwatch and other initiatives to surveille the police or push them out of our neighborhoods. He is the author of several books, including The Failure of Nonviolence.
[found at the Anarchist Library]

Learning From Ferguson

The Nature of Police, the Role of the Left
What’s Worked in the Past
A World Without Police

The Nature of Police, the Role of the Left
A young black person was killed, many people brave enough to take to the streets in the aftermath were injured and arrested, and the only real consequences the police will face will be changes designed to increase their efficiency at spinning the news or handling the crowds, the next time they kill someone. Because amidst all the inane controversies, that is one fact that no one can dispute: the police will kill again, and again, and again. A disproportionate number of their targets will be young people of color and transgender people, but they have also killed older people, like John T. Williams, Bernard Monroe, and John Adams, and white people too. The Right has seized on a couple cases of white youth being killed by cops, like Dillon Taylor or Joseph Jennings, throwing questions of proportion out the window in a crass attempt to claim the police are not racist.

Essentially, the point being made by right-wing pundits is that the cops are killing everybody, so it’s not a problem. The fact that they can make this argument and still retain credibility with a large sector of the population shows how normalized the role of the police is in our society. The true meaning of the evidence used manipulatively by the Right is that the police are a danger to anyone not wearing a business suit.

In a serious debate, however, it would be hard to deny that the police are a racist institution par excellence. They kill young black, latino, and Native people at a disproportionately higher rate than white youth, and the institution itself descended from the patrols created to capture fugitive slaves in the South and police urban immigrants in the North, as masterfully documented in Kristian Williams‘ landmark book, Our Enemies in Blue. What’s more, the criminal justice system that the police play an integral role in, both feeding and defending the prison-industrial complex, grew directly out of the 13th Amendment’s approval of slavery in the case of imprisonment, illuminating the path by which the United States’ advancing economy could leave plantation slavery behind, first with the pairing of sharecropping and chain gangs, and more recently with the pairing of a precarious labor market on the outside and booming prison industries on the inside.

However, though the police do not affect everyone equally, they do affect all of us. Everyone who is not wealthy can be a target for police violence, and anyone who fights for a freer, fairer world puts themselves directly into the cops’ crosshairs. During the Oscar Grant riots in Oakland or the John T. Williams protests in Seattle, many journalists, closely echoed by progressive spokespersons, denounced the white people who took to the streets angered by police killings. With an underhanded racism, they cast “white anarchists” as the ringleaders of the mayhem, silencing the anarchists of color as well as the many young people of color without any visible ideology who were often the most active at taking over the streets or fighting back against the police. If they really cared about racism and police violence, wouldn’t they have portrayed the young people of color as protagonists, rather than mindless stooges of “white anarchists,” or simply erasing their participation entirely? Instead of discrediting the relatively few white people who did take to the streets, shouldn’t the criticisms have been directed at all the white people who stayed home? (mehr…)

Rote Hilfe? Wer hilft da eigentlich wem?

Der folgende Text ist schon ein Weilchen älter, aber anscheinend immer noch aktuell. Leider stößt die Kritik an der Roten Hilfe immer noch auf taube oder verständnislose Ohren:

Kritik an einem Spendenaufruf für Aktivist*innen in der Urkaine

einige Anarchist*innen aus der Ukraine und Ex-SowjetUnion

Einige Wochen ist es schon her, dass die Rote Hilfe (RH) einen Aufruf veröffenticht hat, Spenden für die Antifaschist*innen und Linke in der Ukraine zu sammeln. Wem will die RH konkret unterstützen? Sie selbst nennen zwei Organisationen, die sie als links und antifaschistisch bezeichnen: KPU und Borotba.

KPU ist die ukrainische Nachfolgerin von KPdSU und benutzt gerne die Selbstbezeichnung „kommunistisch“. In der Tat vertritt die Partei die Einstellungen, die sich viel besser als rechts bis extrem rechts beschreiben lassen. In der Frage des Arbeiter*innenkampfes steht die KPU kontinuierlich an der Seite des Kapitals. So zum Beispiel mit ihrer Abstimmung für die Einschränkungen der Arbeiter*innenrechte im Parlament oder ihrer Reaktion auf den Aufstand in Zhanaozen(Kasachstan), wo ein Streik im Blut erstickt und mehrere Arbeiter*innen von Regierungstruppen erschossen wurden.

Diesbezüglich wurde ein Jubelartikel in der Parteizeitung der KPU veröffentlicht, in dem sie Nazarbajew für Stärke und Konsequenz gelobt haben. Da sie auch mit Stalinismus kein Problem haben, ist das nicht überraschend. Die KPU tritt auch für klerikale und „traditionelle“ Werte ein. So reichten sie im ukrainischen Parlament einen Gesetzesentwurf ein, nach dem „LGBT-Propaganda“ mit 2-5 Jahren Haft bestraft werden würde. Die KPU war gemeinsam mit der Partei der Regionen Hauptverbündete von Janukowitsch im Parlament. KPU-Abgeordnete haben auch für das Gesetz-Paket von 16.Januar gestimmt, welches das Land schlagartig in eine Diktatur verwandelt hat. Genau diese Gesetze ließen die zu diesem Zeitpunkt etwas abgekühlte Proteste eskalieren – kein Wunder, dass die KPU von der absoluten Mehrheit der Protestierenden gehasst wird.

Borotba ist eine viel kleinere, mehr medial als real existierende Organisation. Sie arbeiten offiziell zusammen mit unterschiedlichen Rechten. Seien es solche, die gerne SU-Symbolik benutzen, wie die KPU und die PSPU (antisemitische und rassistische Partei) oder mit traditionelleren pro-russischen extrem Rechten wie „Russkij Wostok“, „Welikaja Rus“, „Rus Trijedinaja“, „Slawjanskoje Edinstwo“, „Oplot“ etc. Heute vereint diese Organisationen pro-Putin und pro-Kriegs Positionierung. pro-Putin- und pro-Krieg-Positionierung. Vorher haben sie auch Janukowitsch unterstützt. Ein Abgeordneter von Borotba aus Odessa hat sogar selbst in einem Interview bestätigt mit dem SBU (ukrainische Sicherheitdienst) zusammen gearbeit zu haben.

Diese Organisationen, wie auch pro-putin’s Propaganda, reden gerne und viel von Antifaschismus. Darunter verstehen sie allerdings einen großrussischen Nationalismus und die Bestrebung einen möglichst starken, großen russischen Staat wiederaufzubauen. So ist es naheliegend, dass an der Seite dieser „Antifaschist*innen“ auch extrem Rechte direkt aus Russland kämpfen. Gleichzeitig wird die tatsächliche Beteiligung ukrainischer Rechter instrumentalisiert, um alle, die sich an der Maidan-Bewegung beteilgen, pauschal „Faschisten“ zu nennen. Dann sieht ein „antifaschistischer“ Kampf oft so aus wie Anfang März in Charkiv. Dort hat Borotba zusammen mit pro-Regierung-Schläger*innen und pro-russischen Rechten ein von Protestierenden (darunter auch bekannte Linke) besetztes Lokalparlament geräumt. Dabei haben sie die Leute schwer verletzt, öffentlich gefoltert und erniedrigt.

Jetzt sammelt die RH Geld für diese „Antifaschist*innen“. Aus der Kommunikation, die einige Genoss*innen diesbezüglich mit dessen Bundesvorstand geführt haben, ergab sich bis jetzt keine klare Stellungnahme. Die RH versucht unsere Meldungen einfach zu ignorieren. Wir werden in der nächsten Zeit eine ausführliche Erklärung zu dem Fall vorbereiten und wahrscheinlich zum Boykott der Roten Hilfe aufrufen. Wir können nicht tatenlos zusehen, dass die Menschen, die sich selbst als Links links bezeichnen, die extreme Rechte in der Ukraine und Russland unterstützen. Dieses Verhalten seitens der RH zeigt nochmal die Notwendigkeit einer Antirepressionsstruktur, die frei von stalinistischer und generell autoritär linker Dominanz auskommt.
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Hier gibts die Stellungsnahme der Roten Hilfe.

Die Karte der Verzweiflung

In der modernen Welt wird automatisch Kontrolle über uns ausgeübt durch die Räume in denen wir leben und in denen wir uns bewegen. Wir durchwandern bestimmte Rituale in unserem Leben: Arbeit, “Freizeit”, Konsum, Unterwerfung. Denn die Welt in der wir leben ist allein dafür konzipiert worden. Wir alle wissen, dass Einkaufszentren zum Shoppen da sind, Büros um darin zu arbeiten, Wohnzimmer um darin Fernsehen zu glotzen und Schulen um unsern Lehrer_innen zu gehorchen. Alle Räume in denen wir uns bewegen haben vorher festgelegte Bedeutungen. Und alles was mensch braucht um uns in diesen Räumen vorwärts zu treiben, ist, dass wir auf den üblichen Wegen gehalten werden. Es ist schwer irgendeine andere Tätigkeit im Walmart ausfindig zu machen als Waren zu betrachten und einzukaufen. Und weil wir es so gewohnt sind ist es für uns auch schwierig uns vorzustellen, dort etwas anderes zu tun. Ganz zu schweigen davon, dass alles andere als Einkaufen dort illegal ist, wenn wir genauer darüber nachdenken.
Es gibt immer weniger freie und unentwickelte Räume auf der Welt, in denen wir unserem Körper und unseren Gedanken freien Lauf lassen können. Fast jeder Raum, den mensch betritt, gehört einer Person oder einer Gruppe und ist bereits mit einer bestehenden Bedeutung und einer festgelegten Benutzung belegt: Privatgrundstücke, Einkaufspassagen, Stadtautobahnen, Klassenzimmer, Naturschutzgebiete,… Und unsere festgelegten Bahnen durch die Welt bringen uns nur selten in die Nähe der wenigen freien Räume, die noch übrig sind.
Diese Räume, in denen die Gedanken und die Lüste vollkommen frei sein können werden durch kontrollierte Räume wie Disneyland ersetzt. Orte, an denen uns unsere Wünsche vorgefertigt werden und an uns zurück verkauft werden zu Lasten unseres Geldbeutels und unserer Gefühle. Der Welt unseren eigenen Sinn zu geben und unsere eigenen Arten zu schaffen in ihr zu handeln und zu spielen sind fundamentale Teile des menschlichen Daseins. Heute darf es uns nicht wundern, dass sich so viele von uns verzweifelt und unerfüllt fühlen, wenn wir nie die Möglichkeit haben, uns in solchen Räumen zu bewegen, die genau das von uns fordern. Gerade weil die Welt nur noch so wenige dieser Orte zu bieten hat und der Ablauf unseres Alltags uns nie dorthin bringt, ist es nicht verwunderlich, dass wir gezwungen sind auf solche Orte wie Disneyland zurückzugreifen, um überhaupt den Anschein von Spiel und Abenteuer zu bekommen. So sind die wahren Abenteuer, nach denen sich unser Herz sehnt durch imitierte Abenteuer und die Spannung des Erschaffens durch die Spannung des Betrachtens ersetzt. (mehr…)

Ferguson: Die dünne blaue Schnur ist eine brennende Zündschnur

ferguson
Es kam nicht überraschend, dass die Grand Jury in St. Louis es gestern abgelehnt hat Darren Wilson – den Polizisten, der Michael Brown im letzten August in Ferguson ermordet hat – anzuklagen. […]
Der einzige Ausweg aus diesem Unheil besteht darin unsere Fähigkeiten zur eigenen Machtausübung horizontal und autonom auszubauen, die Polizei ihrer Legitimation zu entziehen und den Mythos ihrer Unbesiegbarkeit zu brechen. Hierhin lag die gemeinsame Gefahr, die von praktisch allen wesentlichen Bewegungen der letzten Jahre für die herrschende Ordnung ausging. Wenn wir lernen, wie wir dies erreichen können, können wir unsere eigene Agenda durchsetzen, die Autoritäten davor zurückschrecken lassen jungen Männer, wie Michael Brown, ihr Leben zu nehmen und einen Raum schaffen, in dem sie nicht länger fähig sind, die strukturellen Ungleichheiten ihrer rassistischen Gesellschaft durchzusetzen. Bis wir dies erreichen, können wir sicher sein, dass die Polizei weiter töten wird – und keine Untersuchungskommission oder Grand Jury sie daran hindern wird.

den vollständigen Text gibts hier bei crimethInc.

car , guns , autonomy

The following is an excerpt of a transcript of a conversation between two friends shortly after the insurgency in Ferguson, Missouri.

What did it feel like to be at the QT? What was that space like? Also what were some of the more specific ways that people prevented the police from coming there or other areas that had been carved out?

+++
Well for the most part the QT was this incredibly festive and joyful place in the daytime where people were doing graffiti, driving up with giant barbeques and giving away hundreds of hot dogs; everyone brought water to share, nothing cost money, everything was free. It became a weird cultural center as well. There were rappers, people break dancing, a teenage step-crew came in. There was a joyful street fair atmosphere at times. At the same time people would be handing out masks for the night, sharing stories from the nights before. At one point I hung out with a man who shared pictures of all the shoes he’d looted the night before and we traded stories. People were talking about what to do if they gas this way, what to do if they come from that way. So while it was this festive and celebratory atmosphere it was clearly also a space where people were forming strategies and talking and connecting. Since it was the central gathering point, everyday you’d come back and you’d start to see people and recognize faces; maybe you’d have talked to someone the night before or you’d engaged in something with them and you’d be able to see them again and talk; you’d begin to form relationships and share ideas. That was really exciting. (mehr…)

Mike Brown & die Riots gegen den Rassismus des 21. Jahrhunderts

ferguson

Aus aktuellem Anlass stellen wir hier die Übersetzung der Broschüre: „Ferguson: Mike Brown & die Riots gegen den Rassismus des 21. Jahrhunderts“ ein. Sie stammt aus dem autonomen Blättchen Nr. 19 und behandelt Hintergründe und den Ablauf der Proteste und Aufstände im August diesen Jahres.

Rassistische Spannungen in Missouri

Die rassistischen Spannung und Trennung sind konstant in der Geschichte Missouris. 1820 wurde der Missouri-Kompromiss verabschiedet, der Missouri als Sklavenstaat anerkannte, um das „Gleichgewicht der Macht“ zwischen Sklaven- und freien Staaten im Kongress zu bewahren. St. Louis war eines der Haupt-Auktions-Zentren, wo Geschäftsleute und Einzelpersonen Sklaven kaufen und leihen konnten. Im frühen 20. Jahrhundert stieg, aufgrund seines Industriezentrums und dem Reiz von Fabrikjobs die Afrikanisch-Amerikanische Immigration nach St. Louis an. Es kam zu Ressentiments und Spannungen von Weißen gegen die schwarzen Migrant_innen. Schließlich kochten die Spannungen im Sommer 1917 über, als weiße Mobs begannen, Feuer in den Häusern der schwarzen Siedlungen zu legen.
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Griechenland: Text der vier verhafteten Anarchisten im Zusammenhang mit dem doppelten Raubüberfall in Velventos, Kozani

Unsere Tage vergehen, unsere Nächte nicht.

Wir laufen unserer Flucht entgegen, während sich um uns herum eine umfassende Menschenjagd abspielt. Hinter uns ein vorbestimmtes Leben, geschnitzt von den Händen der Herrschenden mit dem Ziel für uns Unterwerfung als objektive Bedingung zu internalisieren, Systeme von Gesetz und Regeln moralisch zu legitimieren, um das Individuum mit der statistischen Logik der Zahlen zu entzerren. Vor uns, die Welt unserer utopischen Fantasien, die allein mit Gewalt erobert wurde. Ein Leben, eine Chance und bestimmte Entscheidungen.

Schau auf die Lücke zwischen den Wolken und spring, denn der Fall war nie eine sicherere Wahl.

Am Freitag, dem 1. Februar, zusammen mit einer Gruppe von GenossInnen, führten wir einen Raubüberfall in der Agrotiki-Bank und im Postbüro in Velventos, Kozani, durch. Unserer Ansicht nach ist es von einiger Bedeutung, in einem Umfang, den operativen Teil des Überfalls zu analysieren. Dies vor allem um alle Elemente des Falls zu beleuchten, die Entscheidungen, die wir getroffen haben, die Fehler, die wir gemacht haben und die Gründe, die uns zu diesem geführt haben: (mehr…)

Drag Subversion – Eine Einführung

NJan Schuster | Drag Subversion 2007

Drag
Was ist Drag – dressed as a girl, dressed as a guy? Wer zieht sich da wie wer an? Ist Drag, wenn sich eine als Mädchen geborene Person als Junge ver/kleidet, und umgekehrt? Geschieht Drag jeden Tag, wenn sich jemand vor dem eigenen Kleider­schrank und in Umkleidekabinen von Kaufhäusern für bestimmte Kleidungsstücke entscheidet, und gegen andere? Können wir uns umentscheiden, wenn wir uns ein­mal entschieden haben? Zumindest haben wir jeden Tag die zwei Möglichkeiten: Junge oder Mädchen. Gibt es nur diese zwei Möglichkeiten? Gehen wir jeden Tag »in Drag« und merken das gar nicht mehr?

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