Archiv der Kategorie 'umwelt'

Räumungen im Hambacher Forst!

Kurz zusammengefasst – die wichtigsten Ereignisse der letzten 2 Tage geräumte Baumbesetzungen: Crusty Town, Pizza, Molly (alle unbesetzt, alle Bäume gefällt) Alle Hauptwege im Wald wurden freigeräumt und extrem verbreitert und befestigt – alle Barrikaden, alle Tripods zerstört. Polizei fährt Patroullie mit Wannen durch den Wald um den Jesus Point und umstellt die Wiese, teilweise mit Reiterstaffel. Tunnel bei Molly wurde mit Sand zugeschüttet.

Bitte kommt alle! Wir werden gerade massiv angegriffen! Aufgrund der massiven Verbreiterung der Wege und der Räumung aller Barris auf den Hauptwegen steht der Wald offen wie ein Scheunentor. Viele Menschen können ihn schützen- ALLE, denen der Hambacher Forst am Herzen liegt, sollten JETZT kommen, bevor es zu spät ist. Wir haben ihn schon 4 Jahre verteidigt, nun zählt es, das weiter zu tun.

Wir brauchen Decken, Wasser, Lebensmittel, Brennholz, und alles was euch sonst noch widerständiges einfällt. Am wichtigsten: Menschen mit frischer Energie! Mehr Infos hier!

Bilder von gestern Abend. Die Wege (hier am Jesuspoint) wurden massiv verbreitert.

1.te Erklärung aus dem Wald von Chambaran, Roybon (Isère)

zad roybon

Sonntag 30.November; über tausend Menschen finden sich ein, um sich dem Projekt „Center Parc“ zu widersetzen und sich den von Pierre & Vacances gestohlenen Wald von Chambaran zurückzuerobern (30ct/m²). Das Baustellen Gelände wird durchquert. Wir haben gezeigt dass der Wald allen gehört.
Wir mussten feststellen, dass der Wald mit rasanter Geschwindigkeit für ein unnötiges Projekt, das durch verblüffende Entsagung der Demokratie und öffentliche Gelder ermöglich wird, zerstört wurde.

Unser Spaziergang endete am Forsthaus „la Marquise“, verlassenes Eigentum der ONF, welches wir von heute an bis zur definitiven Aufgabe des Projekts „Center Parc“ besetzen. Dieses Haus bietet uns eine Verteidigungs-Basis um unseren Kampf für einen Wald ohne „Center Parc“ zu organisieren. Dieser Kampf ist die Schwester anderer Kämpfe und Anlass zu zeigen, dass eine andere Welt möglich ist und schon existiert.

Wir rufen alle, die Lust haben uns zu unterstützen, auf:
für eine Nacht oder ein Leben lang, ein Kampf hier oder andernorts, jede*r nach ihren & seinen Möglichkeiten!

Das ist erst der Anfang!

Site vom Zad (auf französisch)

Aufruf 30.11. – neues ZAD Roybon!

zad

Nach etwa einem Monat hat sich der schöne Wald von Chambarans in eine Ruine verwandelt; überall herumliegende Bäume, fertig aufgestapelt um zu Spanplatten Regalen verarbeitet zu werden. Die Erde ist kahl, verletzt durch die gewaltigen Maschinen, die dort am Werk sind. Kaum vorzustellen, was den Tieren dort passiert ist…

Vom Himmel aus betrachtet sieht es noch schockierender aus: bereits 30 Hektar sind gerodet worden. Soche Bilder spiegeln die Realität in vollem Ausmaß wieder.

Eine „grüne Baustelle“, wie sie sagen

Die Realität ist, dass seit der Vereinbarung mit Präfekten vor einem Monat mit voller Kraft gesägt, gefällt, zerkleinert und gegraben wurde. Und das ohne jeglichen Respekt dafür, sich auch nur annähernd an ein Maß von möglichst geringem Einfluss auf die Natur (eben an eine „grüne Baustelle“, wie sie sagen) zu halten; keine Anzeichen einer Verbesserung und mensch fragt sich wann die von Pierre et Vacances versprochene Umsiedlung der Arten organisiert worden sein soll.

Die Politik der vollendeten Tatsachen

Heute wurden mehrere Einsprüche eingereicht oder sind im Begriff dabei. Aber die Gesellschaft Pierre et Vacances entscheidet sich für das gewaltsame Weitermachen. Ohne Zweifel versuchen sie die Justiz vor vollendete Tatsachen zu stellen, wie es anderswo auch schon gemacht wurde.

Auf der Baustelle wird jeden Tag und jede Nacht gearbeitet, in der Woche und am Wochenende, ja sogar an Feiertagen. In vollem Tempo versucht Pierre et Vacances den Wald auf Biegen und Brechen zu zerstören. Innerhalb eines Monats sind schon 35% der geplanten Rodungen realisiert worden, in zwei Monaten wird alles dem Erdboden gleichgemacht sein.

Der wahre Öffentlichkeitsdienst
Das alles spielt sich unter den wachsamen Augen der Ordnungshüter ab, die nicht am Einsatz geizen: tägliche Patrouillen, 4×4 mit Moto-Cross und selbst Überwachung aus der Luft mit einem Helikopter. […]

Das zu schützende Allgemein Wohl, das ist der Wald von Chambarans. Ihn gilt es zu schützen, wenn mensch sich im Dienste der Öffentlichkeit positioniert. Und nicht die Interssen von Pierre et Vacances, die einen öffentlichen Wald mit Hilfe der Kommunen privatisieren. Hinzu kommt noch, dass das Trinkwasser der gesamten Region durch dieses Projekt in Gefahr gebracht wird, was wir versuchen zu schützen.

ZAD ist überall!

Die aktuelle Situation erfordert eine allgemeine Mobilisation, die beständig, breit und bestimmt ist.

Für unsere Kinder, die Tiere, die Natur, das Leben und die Artenvielfalt, für echte Demokratie überall und die Verteidigung des allgemeinen Wohls, rufen wir zur Wachsamkeit, öffentlichen Protest und zivilen Ungehorsam auf!

Gegen das Projekt von Center Parcs und alle anderen aufgezwungen, unnützen Projekte!

Treffen am 30. November in Roybon, mittags.

Erzähl es deinen Nachbar*innen weiter.

Hier gehts zum Plakat (pdf. auf französisch)

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France: Open letter to the mother of Rémi Fraisse

rem

The following letter by Farid El Yamni – brother of Wissam, who was killed by police in 2012 – is addressed to the mother of Rémi Fraisse (21), murdered by police in the early hours of October 26th, 2014. Wissam El Yamni (30) was brutally assaulted by cops in Clermont-Ferrand on New Year’s Eve, before being taken into custody. He fell into a coma and died in hospital Monday, January 9th, 2012. His death sparked rioting and car-burnings. Farid wanted his text to be made public, but it will also be sent to Rémi’s parents.

November 3rd, 2014

I am writing this letter to you at a time when violent protests are condemned and peaceful sit-ins are praised in Paris.

I lost my brother in conditions quite similar to those in which you lost your son. My brother, who once took so much care of my mother, left us and will not return. The loss of my brother has caused me immense pain that I feel every time the State kills again. “Where the danger grows, grows also that which saves,” someone said. Each time the State kills it’s also an opportunity to put a halt to it, force it to change, and render the lost dignity to all the others.

Rémi’s death is tied to much more than the story of a life; it is tied to the lives of all of us, individually and collectively. The criminalization which occurred is terrible; it was the same thing for us. I realized later that it was deliberate. I only wanted one thing: that the Justice gets to the truth and renders the dignity that my brother deserved, in quiet, and that this story benefits everyone, us the governed in order to love each other better, as well as the police in order to reconcile itself with the nation. I thought the police could not accept murderers into its ranks, I didn’t know it enough at the time. I was wrong. Neighbourhoods were burned; we appealed for calm: every burned car or trash bin was perceived as an insult, like a thorn in the heart, a thorn pushed deeper into us.
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Brandanschläge aufs Bahnnetzwerk!

Bahnanlagen sabotiert!
bahn
In der Nacht auf dem 8. November haben wir an mehreren Orten das Streckennetz der deutschen Bahn sabotiert, mit dem Ziel dieses zu stören und dem Konzern wirtschaftlichen Schaden zuzufügen. Unbeteiligte wurden durch unsere Aktion nicht gefährdet.

Das Verhältnis militanter Umweltaktist_innen zu DB ist unseres Erachtens der Öffentlichkeit bekannt und in der Vergangenheit hinlänglich durch Genoss_innen begründet worden. Gleiches gilt wohl für den sogenannten „Atomausstieg“. Daher sparen wir uns heute den investigativen Teil und kommen gleich zum Punkt:
Wir gedenken mit dieser Aktion dem französischen anti-Atom Aktivisten Sebastién Briat, der vor 10 Jahren am 7. November 2004 beim Versuch einen Castortransport von la Hague nach Gorleben mit einer Ankettaktion zu blockieren von einer Lok erfasst wurde und starb.
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international day against police violence!

ZAD calls out for Intl day against police on November 22nd

November 22nd: an international day against police violence and repression
The repression that falls on those who oppose the mafia-like projects of politicians is ever more violent.
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Gedächtnisprotokoll 30/31.10

Ich sitze an der Barrikade. Allein. Es ist ung. 10Uhr morgens. Ich höre Böller knallen, da kommen die ersten Menschen wieder und ziehen sich in die Barrikade zurück. Ein Mensch steht davor und „empfängt“ die anstürmenden, aggressiven Securitymänner. Ich empfinde es so, als hätten sie nur auf eine Aktion unserer Seite gewartet, um einen Grund zu haben uns anzugreifen. Ihr Gebärden war so erschreckend, wie lächerlich. Symbolisch hauen sie sich auf die Brust, einige schnappen sich Stöcke und es wird herumgebrüllt.

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Soli-Protest-Aktion für Hambacher Forst

Am Samstag, den 1. November protestierten wir in der Frankfurter Innenstadt gegen die kürzlich erfolgte brutale Räumung des Hambacher Forstes. Gleichzeitig wollten wir durch diese Aktion unsere Solidarität mit den Aktivist*innen der Waldbesetzung bekunden und uns für ihren unermüdlichen und mutigen Einsatz bedanken!

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R.I.P. Rémi!

remi

No Justice – No Peace!

Staudamm-Gegner tot!

Ein junger Staudamm- Gegner ist tot – und Frankreich kommt nicht zur Ruhe.
Der 21- jährige Remi Fraisse war am Wochenende bei Zusammenstößen zwischen Umweltschützern und Polizisten im Süden des Landes ums Leben gekommen, er wurde vermutlich durch eine Polizeigranate getötet. Seitdem herrschen Trauer, Fassungslosigkeit und Wut. Das umstrittene Großprojekt wird vermutlich vorerst auf Eis gelegt. Dennoch steht die sozialistische Regierung von Präsident Francois Hollande schwer unter Beschuss.
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ZAD Testet

Video zur Wiederbesetzung vom ZAD au Testet
http://vimeo.com/107894961

Nach den Bäumen, jetzt auch Menschen

Rémi Fraisse ist am Sonntag, den 26 Oktober durch Cops eines Polizeistaates der das menschliche Leben missachtet, gestorben.
Jetzt geht es darum Licht in die Sache zu bringen, nicht über ein Fehlverhalten oder über einen vermeintlichen Tod, sondern über den Mord eines Aktivisten, der vor Ort (Sivens) war um seinen Protest kundzutun.

Der Ausbruch der Polizeigewalt gegen Widerständler, in welcher Form ihr Protest auch sei, begann nicht erst dieses Wochenende. Seit zwei Monaten schon, handelt die Polizei als bewaffneter Arm der Bauleiter des Staudammes, wie bei so vielen anderen Kämpfen auch.
Die polizeiliche Repression, so wie sie hier stattgefunden hat, kann keine Rechtfertigung in den staatlichen und privaten Interessen, die sie schützen will, finden. Das ist die Gewalt eines „Rechts“Staates, der die Kriminalisierung des Widerstandes antreibt.
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Räumung, Verletzte, Blockaden, Wiesendurchsuchung!

RWE Wachschutz verletzt Aktivistinnen.Eine Person vom Wachschutz Bewusstlos geschlagen und Aktivistinnen Gewürgt,mit Kabelbinder festgenommen und Abgeführt.
Am heutigen Tag kam es zu einer weiteren Blockade der Rodungsarbeiten im Hambacher Forst, im Rahmen der „Kein Baum fällt“ Kampagne.
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Die Zukunft pflanzen – Dokumentarfilm

Bio für 9 Milliarden. Wie können wir die Welt ernähren?

Wie können wir die Welt ernähren? Natürlich ökologisch und mit Land schonenden Anbaumethoden. Die rapide Zunahme der Bevölkerungszahlen erfordert einen Paradigmenwechsel zu agroökologischen Lösungsmodellen, um Fehlentwicklungen wie erschöpfte Böden und Wasserquellen, den Verlust von Artenvielfalt und den Umzug Millionen verarmter Bauern in städtische Elendsviertel zukünftig zu vermeiden. Bei ihrer Recherche auf vier Kontinenten befragt Marie Monique Robin (Monsanto – Mit Gift und Genen, Unser täglich Gift) Agronomen, Ökonomen und Vertreter internationaler Hilfsorganisationen und skizziert dringend benötigte Lösungsmodelle für eine der zentralen Fragen der Zukunft.

http://www.arte.tv/de/zukunft-pflanzen-bio-fuer-9-milliarden/6815836.html

plastic planet – der Filmtrailer

Willkommen im Plastikzeitalter

Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.

In PLASTIC PLANET sucht Regisseur Werner Boote, dessen eigener Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war, weltweit nach Antworten und deckt erstaunliche Fakten und unglaubliche Zusammenhänge auf. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Schadet Plastik unserer Gesundheit? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Wer verliert? Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken! (mehr…)

Gasland Trailer – Doku übers Fracking

Die Doku gibts auch mit deutschen Untertiteln…

Fracking – Die Risiken der unkonventionellen Erdgas-Förderung

Öl und Gas werden immer knapper. Dies macht eine weltweit umstrittene Methode der Gasgewinnung immer rentabler: das Hydraulic Fracturing, kurz Fracking. Dabei soll mit Hilfe eines giftigen Chemiecocktails so genanntes unkonventionelles Erdgas gefördert werden. Darunter versteht man Gas, das im Gestein gebunden ist, so dass es nicht von alleine zum Bohrloch strömen kann.

Schwere Umweltschäden befürchtet
Wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zu den Auswirkungen des Fracking auf Mensch und Umwelt fehlen bisher. Doch in den USA, wo Fracking schon weit verbreitet ist, sind schwere Umweltschäden zu beobachten. (mehr…)

Monsanto – Mit Gift und Genen

Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns “Monsanto Chemical Works”, dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt “Monsanto” auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid “Agent Orange” her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen “Monsanto”-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich. Das 1901 in St. Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen “Monsanto Chemical Works” war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte “Monsanto” mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. (mehr…)